Freitag, 15. August 2014
Ein Herrscher über ein Königreich
19av67, 20:39h
Türen sind - fragte man Bright - welche sich mit diesem Thema nur zu gut auskennt - vermutet sie doch mit Fug und Recht - hinter jeder Tür - eine neue Dimension - wichtig. Vor allem - das ist ihre Meinung - sollen Türen geöffnet werden - ihr und allen anderen Lebewesen - das Streifentier ausgenommen - der Zugang zu diesen Welten ermöglicht werden. Die einzige Voraussetzung? Keiner kommt ihr - der Graumaus - der Grand Madame der Katzen - in die Quere. In dieser Hinsicht ist sie strikt.
Auch er kennt sich mit Türen aus. Wo Bright, Seymour und das Streifentier hinter jeder Tür nur Abenteuer vermuten - neue Dimensionen - neue Welten - die es zu erobern gibt - wir nehmen nur Felinaterra - den Osterhasenweg - oder das Archiv der vergangenen Jahre - kennt er nur Düsternis - Hoffnungslosigkeit - seit dem Zeitpunkt so sich seine Tür hinter ihm schloss. Ihn hier an diesem trostlosen Ort zurück ließ. Fragte man ihn - könnte er erklären - Türen öffneten sich aufgrund von Bedenkenlosigkeit - Desinteresse - Verantwortungslosigkeit - und einiges mehr. Aber - er schnauft müde - sein Kopf fällt auf seine Pfoten - dies waren die Gründe - die seine Tür zu diesem Ort öffneten und hinter ihm schlossen - ihn dazu verdammten - sein Leben hier zu beenden. Krank wie er ist - das weiß er - wird es hier zu Ende gehen. Lange hat er gekämpft - seiner Krankheit - die ihm die Kraft raubt - getrotzt. Die Menschen - die er hier trifft - versuchen einen Lichtblick in die Schwärze der Hoffnungslosigkeit zu bringen. Vergebens. Eine Zeit lang war er nicht allein. Daher weiß er - aus dieser Hoffnungslosigkeit führt ein Weg heraus - eine Tür kann sich öffnen. Der Türöffner? Liebe, Verantwortung, Aufopferungsbereitschaft. Seine Augen fallen zu - er steht kurz davor aufzugeben. Schwach wie er ist - kann er keine Hoffnung mehr schöpfen.
Auch er - daran erinnert er sich - war mal ein König - ein Herrscher über ein Reich. So alt ist er nun auch nicht - dass er seine Erinnerung daran verloren hätte. Er war der Herrscher über ein Königreich - wie es jede Katze ist - ist sie noch stark - jung und gesund. Wie er hierher geriet? Daran möchte er nicht denken. Genau so - wie er diesen Ort ausblenden möchte. Lieber schließt er die Augen und kehrt zurück - dorthin - wo er noch jung war - agil - voller Hoffnung. Bevor die Krankheit ihn im Griff hatte. FIV nennen die Menschen hier das - was ihn quält - das was ihn letztendlich besiegen wird. FIV - er kämpft schon so lange dagegen an. Er hat keine Kraft mehr. Nicht mehr hier - an diesem Ort.
Die Menschen hier - schauen ihn an - Traurigkeit in ihrem Blick. Ihre Stimmen leise - wenn sie miteinander sprechen - als ob er es nicht hören könnte. Sprechen davon - ob es nicht besser wäre - ihn auf die letzte Reise zu schicken? Auf die Reise - deren Pforte nur sein Geist durchschreiten kann - während sein Körper hier bleibt? Der Körper - der ihn in Stich lässt. Dieser Körper - der nur noch aus Haut und Knochen besteht? Was er noch versteht - die Menschen hier sind traurig - dass er diese Pforte hier durchschreiten muss. Dass er bevor er geht - nicht nochmals das sein kann - was er ist - ein König über ein Königreich. Ein Herrscher über Menschen. Auch - er versteht es trotzdem - wenn sie es anders ausdrücken. Zuhause nennen sie es - ja - sie wünschen ihm für die Zeit - die ihm noch bleibt - ein Zuhause. Liebe. Wärme. Geborgenheit. Seinen Menschen.
Was passiert - weiß er nicht. Aber weit weg - in einer Welt aus Schwärze - einer Welt in der Kristallwälder ihre Lieder singen - dort steht ein Haus - eine Villa aus den Anfängen der 20 Jahre des 19. Jahrhunderts. Inmitten einer Stadt aus Kristallpalästen. Lichtkugeln reisen über Straßen aus Kristall. Dieses Haus birgt das Archiv der Karteikarten der besonderen Menschen. Dort hinter ihrem Schreibtisch ertönt das Brummen der Rohrpost. Ein Griff und Ms. Swift entnimmt dieser einen Microfish - legt ihn mit flinken Fingern in das Lesegerät ein. Ein grünes Licht überzieht ihr Gesicht - welches von einer Brille dominiert wird. Neben ihr eine dampfende Tasse Kakao in den von ihr geliebten Tassen mit Katzenmotiven. Auf einem Teller ein paar Walkerkekse. Ein Blick auf den Bildschirm - und ihr Gesicht wird von Trauer überzogen - ja - ja - ihre Stimme nun leise - das wird leider ein sehr schwerer Fall für den besonderen Menschen. Kein Zögern in ihrer Bewegung - als sie ihren Stuhl vom eichernen Schreibtisch zurück schiebt - zum Karteikartenschrank schreitet - welcher die gesamten Wände dieses enormen Raums einnimmt. Wir als Beobachter bekommen den Eindruck - sie weiß genau - welchen besonderen Menschen aus ihrer Kartei sie diesem Fall zuordnen soll - denn zielgerichtet entnimmt sie eine Karteikarte aus den unzähligen Karteikästen - steckt diese mit dem Mikrofich in eine andere Rohrpost und versendet diese. Ein Seufzer begleitet diese - während Ms. Swift wieder hinter ihrem Schreibtisch Platz nimmt. Ein filigranes Geschöpf - Augen aus Onyx erscheint aus dem Schatten - räumt den Kakao ab - welcher kalt geworden ist. Subsu - Ms. Swift's Stimme sanft - das wird hart für den Menschen - sehr hart. Ich wünschte - ich könnte es leichter für ihn machen. Subsu bleibt still. Was gibt es auch noch zu sagen?
Türen können geöffnet werden. Viele Dinge können der Schlüssel sein. Diese Tür nun wird geöffnet. Der Schlüssel heißt Mitgefühl - Verantwortung - Liebe. Er hockt da - während sie sich öffnet. Ungläubig. Da steht sie - sein Mensch - und er weiß - sie bewirbt sich bei ihm um die Anstellung als seine Dienerin. Eine Last fällt von ihm ab - eine Last - deren Schwerer er nun erst erkennt - wo sie nicht mehr auf seinen Schultern lastet. Musste er sich zuvor dagegen stemmen - sinkt er nun zusammen. Er ist befreit.
Die nächste Tür - die sich öffnet und sich hinter ihm schließt - führt ihn in sein neues Königreich. Es ist ihm egal - wie lange er herrschen wird. Er herrscht wieder - und das ist das wichtigste. Eines weiß er - eines hat er gelernt - nicht die Länge der Zeit des herrschens ist wichtig - sondern wie intensiv man geherrscht hat. Wie tief die Verbindung ist - die man eingeht. Und er hat vor - hier tiefe Spuren zu hinterlassen. Es ist ihm egal - dass er nicht mehr Raum hat als dort - wo er herkam - es fühlt sich hier einfach anders an. Besser! Wärmer! Heller! Keine Trostlosigkeit an diesem Ort. Die anderen Katzen kann er riechen - hören. Sie sprechen von Liebe - von Hoffnung - von Verantwortung. Und das ist es - was er hier spürt.
Die Tage vergehen - er kann los lassen. Sich entspannen. Seine Krankheit übernimmt immer mehr. Schwächt seinen Körper - aber nicht seinen Geist. Der Mensch - da ist er sich sicher - meint es wohl nur gut mit ihm - kommt er mit so einem piekendem Ding. Aber - das mag er nicht. Warum sollte er etwas akzeptieren - was er nicht mag? Damit - der Mensch weint - er erkennt es an den Tränen - die sein Gesicht nässen - es Dir besser geht! Mir geht es doch besser. Er versteht nicht - was der Mensch meint. Dort wo er herkam war es nicht schön - hier ist es schöner - also geht es ihm hier besser. Wie sollte es ihm noch besser gehen? Seit ein paar Tagen darf er das Zimmer verlassen. Er sah die anderen Katzen - er ließ sie in Ruhe - sie ihn. Dann das Sofa - das kannte er noch aus seiner Zeit bevor er sein Königreich verlor und an diesem trostlosen Ort endete. Verträumt eroberte er sich diesen Platz wieder - legte sich hin und träumt von der Welt - in der er sich befindet - seinem Traum einer guten Welt. Ich meine - der Mensch mit Tränen in der Stimme - ich muss Dir diese Medikamente geben - damit Du gesund wirst. Gesund? Er versteht nicht. Gesund war er lange nicht mehr. Er weiß es - und alles in ihm sagt es ihm auch - er wird es nie mehr sein - gesund. Nein - der Mensch voller Trauer - krault ihm den Kopf - etwas was er genießt - was er liebt - damit Du länger bei mir bleiben kannst. Das hast Du verdient. Gut - er schluckt - das mit dem verdienen versteht er - meint er. Ein König ohne Königreich geht gar nicht - daher hat er es natürlich verdient - wieder der Herrscher eines Königreiches zu sein. Aber lange? Versteht der Mensch denn nicht - es kommt nie auf die Zeit an? Nur darauf wie man gelebt hat? Wie intensiv diese Zeit genutzt wurde. Und eines weiß er - diese Zeit hier wird er genießen - ausnutzen - so intensiv wie er es nur kann.
Aus Sekunden werden Minuten. Aus Minuten Stunden. Aus Stunden Tage. Aus Tage Wochen. Mehr - Ms. Swift schaut auf den blinkenden Cursor ihres Bildschirms - wurden es nicht. Sie verlässt das Büro - schreitet durch die Halle - an der alten Truhe vorbei - öffnet die Tür mit dem Buntglas welches Katzen darstellt - und lässt das Lied der Kristallwälder hinein - in die grubenhafte Stille dieses Hauses. Traurigkeit in ihren Augen - in ihrem Herzen. Mitgefühl für diesen einen Menschen - diesem Menschen - der dank den Karteikarten der besonderen Menschen - diese schwere Aufgabe hat zugewiesen bekommen.
Der letzte Dienst ist eine Tür. Eine Tür aus Liebe - Mitgefühl und Verantwortung für ein Lebewesen. Er weiß es. Sein Körper nur noch ein Schatten dessen was er mal war. Trotzdem - ein König durch und durch. Sein Mensch weint. Er versteht nicht. Weiß er doch - dies ist eine Tür - eine neue Tür. Eine ohne Wiederkehr - aber keine ohne Wiedersehen. Dank ihm - diesem einen Menschen - hat er die Hoffnung - irgendwann in - er hofft es für seinen Menschen - weiter Zukunft - diese Tür sich öffnen zu sehen - und diesen einen Menschen hier - in dieser Welt - hinter der letzten Tür des Lebens begrüssen zu können. Der Welt - wo Schmerzen keine Rolle mehr spielen. Wo die Last des Alters vom Körper abfällt - weil es keine Körper mehr gibt - die es mit zu schleppen gilt. Er wird nun auf seinen Menschen warten - hinter jener Tür - der Tür - die für ihn noch verschlossen sind. Daher nimmt er die Tränen seines Menschen mit - als Gedenken daran - dass er geliebt wurde - als Hoffnung auf ein Wiedersehen.
Das Fell ist nass - vor Tränen. Regungslos der Körper. Friedlich schaut er aus - derjenige - der ging. Als schliefe er. Die Hoffnung bleibt - dass er - dieser besondere Mensch - ihn wiedersehen wird - wie all die - die ihn vor ihm verließen. Auch wenn das eine Hoffnung ist - den Schmerzen in seinem Herzen wird es nicht stillen können. Mindern vielleicht. Aber der Schmerz wird immer da sein.
In der Nacht - er fällt in einen unruhigen Schlaf - wacht er im Traum auf - findet sich an einem Ort wieder - Schwärze ihn umgebend. Der Kristallwald um ihn herum singt ein Lied. Ein Lied - welches die Trauer seines Herzens aufnimmt. Vor ihm ein Kristallball - öffnet sich. Eine ältliche Dame entsteigt diesem - sein erster Gedanke? Wie kommt Ms. Doubtfire aus dem gleichnamigen Film mit Robin Williams hier her - in meinen Traum. Die Dame reicht ihm die Hand - Ms. Swift - stellt sie sich vor - richtet sich dann die ihr Gesicht dominierende Brille - zupft etwas an ihrem Tweedrock. Gut - ihre Stimme sanft - dass Sie hier her gefunden haben - hier - wo es das Archiv der Karteikarten der besonderen Menschen gibt. Ich möchte - fährt sie fort - und er erkennt die Traurigkeit seines Herzens in ihren Augen - danken - dafür - was sie für ihn taten.
Als er des morgens aufwacht - ist der Schmerz in seinem Herzen zwar immer noch da - aber auch Hoffnung - darauf - dass der Schmerz vergehen wird. Und ihm ist klar - Schmerz bedeutet Leben. Er hat es geschafft - was er wollte - in dieser kurzen Zeit die er hier war - so intensiv zu leben - hier zu sein - dass er große tiefe Spuren hinterließ. Spuren - die nun schmerzen - höllisch. Aber - ein Lächeln überzieht das Gesicht des Menschen - es war ein Leben. Ein gelebtes Leben - und er war in seiner letzten Lebensspanne wieder das was er hat sein müssen - der Herrscher über ein Königreich.
Auch er kennt sich mit Türen aus. Wo Bright, Seymour und das Streifentier hinter jeder Tür nur Abenteuer vermuten - neue Dimensionen - neue Welten - die es zu erobern gibt - wir nehmen nur Felinaterra - den Osterhasenweg - oder das Archiv der vergangenen Jahre - kennt er nur Düsternis - Hoffnungslosigkeit - seit dem Zeitpunkt so sich seine Tür hinter ihm schloss. Ihn hier an diesem trostlosen Ort zurück ließ. Fragte man ihn - könnte er erklären - Türen öffneten sich aufgrund von Bedenkenlosigkeit - Desinteresse - Verantwortungslosigkeit - und einiges mehr. Aber - er schnauft müde - sein Kopf fällt auf seine Pfoten - dies waren die Gründe - die seine Tür zu diesem Ort öffneten und hinter ihm schlossen - ihn dazu verdammten - sein Leben hier zu beenden. Krank wie er ist - das weiß er - wird es hier zu Ende gehen. Lange hat er gekämpft - seiner Krankheit - die ihm die Kraft raubt - getrotzt. Die Menschen - die er hier trifft - versuchen einen Lichtblick in die Schwärze der Hoffnungslosigkeit zu bringen. Vergebens. Eine Zeit lang war er nicht allein. Daher weiß er - aus dieser Hoffnungslosigkeit führt ein Weg heraus - eine Tür kann sich öffnen. Der Türöffner? Liebe, Verantwortung, Aufopferungsbereitschaft. Seine Augen fallen zu - er steht kurz davor aufzugeben. Schwach wie er ist - kann er keine Hoffnung mehr schöpfen.
Auch er - daran erinnert er sich - war mal ein König - ein Herrscher über ein Reich. So alt ist er nun auch nicht - dass er seine Erinnerung daran verloren hätte. Er war der Herrscher über ein Königreich - wie es jede Katze ist - ist sie noch stark - jung und gesund. Wie er hierher geriet? Daran möchte er nicht denken. Genau so - wie er diesen Ort ausblenden möchte. Lieber schließt er die Augen und kehrt zurück - dorthin - wo er noch jung war - agil - voller Hoffnung. Bevor die Krankheit ihn im Griff hatte. FIV nennen die Menschen hier das - was ihn quält - das was ihn letztendlich besiegen wird. FIV - er kämpft schon so lange dagegen an. Er hat keine Kraft mehr. Nicht mehr hier - an diesem Ort.
Die Menschen hier - schauen ihn an - Traurigkeit in ihrem Blick. Ihre Stimmen leise - wenn sie miteinander sprechen - als ob er es nicht hören könnte. Sprechen davon - ob es nicht besser wäre - ihn auf die letzte Reise zu schicken? Auf die Reise - deren Pforte nur sein Geist durchschreiten kann - während sein Körper hier bleibt? Der Körper - der ihn in Stich lässt. Dieser Körper - der nur noch aus Haut und Knochen besteht? Was er noch versteht - die Menschen hier sind traurig - dass er diese Pforte hier durchschreiten muss. Dass er bevor er geht - nicht nochmals das sein kann - was er ist - ein König über ein Königreich. Ein Herrscher über Menschen. Auch - er versteht es trotzdem - wenn sie es anders ausdrücken. Zuhause nennen sie es - ja - sie wünschen ihm für die Zeit - die ihm noch bleibt - ein Zuhause. Liebe. Wärme. Geborgenheit. Seinen Menschen.
Was passiert - weiß er nicht. Aber weit weg - in einer Welt aus Schwärze - einer Welt in der Kristallwälder ihre Lieder singen - dort steht ein Haus - eine Villa aus den Anfängen der 20 Jahre des 19. Jahrhunderts. Inmitten einer Stadt aus Kristallpalästen. Lichtkugeln reisen über Straßen aus Kristall. Dieses Haus birgt das Archiv der Karteikarten der besonderen Menschen. Dort hinter ihrem Schreibtisch ertönt das Brummen der Rohrpost. Ein Griff und Ms. Swift entnimmt dieser einen Microfish - legt ihn mit flinken Fingern in das Lesegerät ein. Ein grünes Licht überzieht ihr Gesicht - welches von einer Brille dominiert wird. Neben ihr eine dampfende Tasse Kakao in den von ihr geliebten Tassen mit Katzenmotiven. Auf einem Teller ein paar Walkerkekse. Ein Blick auf den Bildschirm - und ihr Gesicht wird von Trauer überzogen - ja - ja - ihre Stimme nun leise - das wird leider ein sehr schwerer Fall für den besonderen Menschen. Kein Zögern in ihrer Bewegung - als sie ihren Stuhl vom eichernen Schreibtisch zurück schiebt - zum Karteikartenschrank schreitet - welcher die gesamten Wände dieses enormen Raums einnimmt. Wir als Beobachter bekommen den Eindruck - sie weiß genau - welchen besonderen Menschen aus ihrer Kartei sie diesem Fall zuordnen soll - denn zielgerichtet entnimmt sie eine Karteikarte aus den unzähligen Karteikästen - steckt diese mit dem Mikrofich in eine andere Rohrpost und versendet diese. Ein Seufzer begleitet diese - während Ms. Swift wieder hinter ihrem Schreibtisch Platz nimmt. Ein filigranes Geschöpf - Augen aus Onyx erscheint aus dem Schatten - räumt den Kakao ab - welcher kalt geworden ist. Subsu - Ms. Swift's Stimme sanft - das wird hart für den Menschen - sehr hart. Ich wünschte - ich könnte es leichter für ihn machen. Subsu bleibt still. Was gibt es auch noch zu sagen?
Türen können geöffnet werden. Viele Dinge können der Schlüssel sein. Diese Tür nun wird geöffnet. Der Schlüssel heißt Mitgefühl - Verantwortung - Liebe. Er hockt da - während sie sich öffnet. Ungläubig. Da steht sie - sein Mensch - und er weiß - sie bewirbt sich bei ihm um die Anstellung als seine Dienerin. Eine Last fällt von ihm ab - eine Last - deren Schwerer er nun erst erkennt - wo sie nicht mehr auf seinen Schultern lastet. Musste er sich zuvor dagegen stemmen - sinkt er nun zusammen. Er ist befreit.
Die nächste Tür - die sich öffnet und sich hinter ihm schließt - führt ihn in sein neues Königreich. Es ist ihm egal - wie lange er herrschen wird. Er herrscht wieder - und das ist das wichtigste. Eines weiß er - eines hat er gelernt - nicht die Länge der Zeit des herrschens ist wichtig - sondern wie intensiv man geherrscht hat. Wie tief die Verbindung ist - die man eingeht. Und er hat vor - hier tiefe Spuren zu hinterlassen. Es ist ihm egal - dass er nicht mehr Raum hat als dort - wo er herkam - es fühlt sich hier einfach anders an. Besser! Wärmer! Heller! Keine Trostlosigkeit an diesem Ort. Die anderen Katzen kann er riechen - hören. Sie sprechen von Liebe - von Hoffnung - von Verantwortung. Und das ist es - was er hier spürt.
Die Tage vergehen - er kann los lassen. Sich entspannen. Seine Krankheit übernimmt immer mehr. Schwächt seinen Körper - aber nicht seinen Geist. Der Mensch - da ist er sich sicher - meint es wohl nur gut mit ihm - kommt er mit so einem piekendem Ding. Aber - das mag er nicht. Warum sollte er etwas akzeptieren - was er nicht mag? Damit - der Mensch weint - er erkennt es an den Tränen - die sein Gesicht nässen - es Dir besser geht! Mir geht es doch besser. Er versteht nicht - was der Mensch meint. Dort wo er herkam war es nicht schön - hier ist es schöner - also geht es ihm hier besser. Wie sollte es ihm noch besser gehen? Seit ein paar Tagen darf er das Zimmer verlassen. Er sah die anderen Katzen - er ließ sie in Ruhe - sie ihn. Dann das Sofa - das kannte er noch aus seiner Zeit bevor er sein Königreich verlor und an diesem trostlosen Ort endete. Verträumt eroberte er sich diesen Platz wieder - legte sich hin und träumt von der Welt - in der er sich befindet - seinem Traum einer guten Welt. Ich meine - der Mensch mit Tränen in der Stimme - ich muss Dir diese Medikamente geben - damit Du gesund wirst. Gesund? Er versteht nicht. Gesund war er lange nicht mehr. Er weiß es - und alles in ihm sagt es ihm auch - er wird es nie mehr sein - gesund. Nein - der Mensch voller Trauer - krault ihm den Kopf - etwas was er genießt - was er liebt - damit Du länger bei mir bleiben kannst. Das hast Du verdient. Gut - er schluckt - das mit dem verdienen versteht er - meint er. Ein König ohne Königreich geht gar nicht - daher hat er es natürlich verdient - wieder der Herrscher eines Königreiches zu sein. Aber lange? Versteht der Mensch denn nicht - es kommt nie auf die Zeit an? Nur darauf wie man gelebt hat? Wie intensiv diese Zeit genutzt wurde. Und eines weiß er - diese Zeit hier wird er genießen - ausnutzen - so intensiv wie er es nur kann.
Aus Sekunden werden Minuten. Aus Minuten Stunden. Aus Stunden Tage. Aus Tage Wochen. Mehr - Ms. Swift schaut auf den blinkenden Cursor ihres Bildschirms - wurden es nicht. Sie verlässt das Büro - schreitet durch die Halle - an der alten Truhe vorbei - öffnet die Tür mit dem Buntglas welches Katzen darstellt - und lässt das Lied der Kristallwälder hinein - in die grubenhafte Stille dieses Hauses. Traurigkeit in ihren Augen - in ihrem Herzen. Mitgefühl für diesen einen Menschen - diesem Menschen - der dank den Karteikarten der besonderen Menschen - diese schwere Aufgabe hat zugewiesen bekommen.
Der letzte Dienst ist eine Tür. Eine Tür aus Liebe - Mitgefühl und Verantwortung für ein Lebewesen. Er weiß es. Sein Körper nur noch ein Schatten dessen was er mal war. Trotzdem - ein König durch und durch. Sein Mensch weint. Er versteht nicht. Weiß er doch - dies ist eine Tür - eine neue Tür. Eine ohne Wiederkehr - aber keine ohne Wiedersehen. Dank ihm - diesem einen Menschen - hat er die Hoffnung - irgendwann in - er hofft es für seinen Menschen - weiter Zukunft - diese Tür sich öffnen zu sehen - und diesen einen Menschen hier - in dieser Welt - hinter der letzten Tür des Lebens begrüssen zu können. Der Welt - wo Schmerzen keine Rolle mehr spielen. Wo die Last des Alters vom Körper abfällt - weil es keine Körper mehr gibt - die es mit zu schleppen gilt. Er wird nun auf seinen Menschen warten - hinter jener Tür - der Tür - die für ihn noch verschlossen sind. Daher nimmt er die Tränen seines Menschen mit - als Gedenken daran - dass er geliebt wurde - als Hoffnung auf ein Wiedersehen.
Das Fell ist nass - vor Tränen. Regungslos der Körper. Friedlich schaut er aus - derjenige - der ging. Als schliefe er. Die Hoffnung bleibt - dass er - dieser besondere Mensch - ihn wiedersehen wird - wie all die - die ihn vor ihm verließen. Auch wenn das eine Hoffnung ist - den Schmerzen in seinem Herzen wird es nicht stillen können. Mindern vielleicht. Aber der Schmerz wird immer da sein.
In der Nacht - er fällt in einen unruhigen Schlaf - wacht er im Traum auf - findet sich an einem Ort wieder - Schwärze ihn umgebend. Der Kristallwald um ihn herum singt ein Lied. Ein Lied - welches die Trauer seines Herzens aufnimmt. Vor ihm ein Kristallball - öffnet sich. Eine ältliche Dame entsteigt diesem - sein erster Gedanke? Wie kommt Ms. Doubtfire aus dem gleichnamigen Film mit Robin Williams hier her - in meinen Traum. Die Dame reicht ihm die Hand - Ms. Swift - stellt sie sich vor - richtet sich dann die ihr Gesicht dominierende Brille - zupft etwas an ihrem Tweedrock. Gut - ihre Stimme sanft - dass Sie hier her gefunden haben - hier - wo es das Archiv der Karteikarten der besonderen Menschen gibt. Ich möchte - fährt sie fort - und er erkennt die Traurigkeit seines Herzens in ihren Augen - danken - dafür - was sie für ihn taten.
Als er des morgens aufwacht - ist der Schmerz in seinem Herzen zwar immer noch da - aber auch Hoffnung - darauf - dass der Schmerz vergehen wird. Und ihm ist klar - Schmerz bedeutet Leben. Er hat es geschafft - was er wollte - in dieser kurzen Zeit die er hier war - so intensiv zu leben - hier zu sein - dass er große tiefe Spuren hinterließ. Spuren - die nun schmerzen - höllisch. Aber - ein Lächeln überzieht das Gesicht des Menschen - es war ein Leben. Ein gelebtes Leben - und er war in seiner letzten Lebensspanne wieder das was er hat sein müssen - der Herrscher über ein Königreich.
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UNGLAUBLICH - Forscher decken auf: Menschen mögen keine Nähe zu Katzen
19av67, 20:37h
Die Stimme des kleinen Kätzchen schallt über den Platz der einzigen Stadt in Felinaterra - der Welt von Katzen für Katzen gemacht. Einer Welt voller Frieden - dort - wo Katzen leben können - friedlich. Einer Welt voller Sonnenschein - immerwährendem Frühling oder Sommer. Einer Welt voller Schmetterlinge - duftendem Lavendel - immer gedeckten Tischen. Einer Welt - wo Katzen das tun dürfen - was Katzen eben zu tun gedenken.
UNGLAUBLICH - das Stimmchen der kleinen schwarzen Katze überschlägt sich - Forscher - sie wedelt mit einem Exemplar des Felinaterra Tageblatt in ihren Pfoten - decken auf - Menschen mögen keine Nähe zu Katzen. Sie - schreit das kleine Wesen - genauer betrachtet - ein kleiner schwarzer Kater - fühlen sich durch unsere Versuche - Krauleinheiten abzugreifen - bedrängt!
Eine uns bekannte Dreierbande nähert sich dem kleinen Kater. Eine schimmelfarbene Katze mit intelligenten grünen Augen - ein weißer Riese - immer sprungbereit für den nächsten Pulk aus Schmetterlingen und ein gestreifter Kater - ein Ohr zerfetzt - das andere verkrüppelt - Sabber aus dem schief stehendem Maul tropfend. Wie - die Stimme knarzig - lässt den kleinen Kater zusammenzucken - Wissenschaftler decken auf - Menschen sind durch uns gestresst? Gelbe Augen - gnadenlos - bohren sich in die sanften des kleinen Katers. Unglaublich - piept er nur noch - der kleine - noch kleiner werdend unter den Augen des gestreiften - Forscher decken auf ............... Ja - ja - unterbricht ihn die knarzige Stimme unwillig - das hatten wir schon - was soll der Blödsinn?
Wie - die Stimme nun piepsig - aus dem Mund eines weißen 7 kg schweren Katers - Menschen mögen uns nicht? Bekomme ich dann - er schaut schreckensgleich in eine schwarze Zukunft - keine Leckerlies mehr? Seymour! Die Stimme lieblich - die grünen Augen auf ihn gerichtet - sei doch nicht dumm. Auch wenn sie freundlich ist - meistens - Ungeduld gehört zu ihren Wesenszügen. Davon - bescheidet sie Seymour unmissverständlich - war hier doch (noch) gar nicht die Rede. Das noch ist zu hören - wenn auch nicht ausgesprochen - hatte ich nicht gesagt - sie ist intelligent - diese schimmelfarbene Katze?
Also - die Stimme knarzig - was soll das? Kauft - der kleine Kater gewinnt an Selbstvertrauen - die drei vor ihm scheinen harmlos zu sein - wenn ihr das genauer wissen wollt - er wedelt mit der Zeitung vor den grünen Augen herum - kauft ein Exemplar. FELINATERRA TAGESBLATT - gellt sein Stimmchen über den Platz - UNGLAUBLICHE Entdeckung - Forscher decken auf - Menschen mögen keine Nähe zu Katzen. Wie viel - Bright mischt sich ein - bevor dem gestreiften etwas einfällt was sich nicht so leicht aus der Welt schaffen lässt - problemtechnisch sozusagen - soll Dein Schundblatt kosten? Das Felinaterra Tagesblatt - der kleine Kater betont dies extra - von wegen Schundblatt - kostet eine Forelle. Der Bach - seine Pfote zeigt Richtung des nahen Waldes - ist dort.
Ich - ich - die Stimme aufgeregt - will eine Forelle fangen. Seymour in seinem Element. Voller Vorfreude hopst er herum. Die blauen Augen in seinem weißen Gesichtchen leuchten. Das rosa Näschen zuckt. Die rosa Öhrchen aufgeregt. NEIN! Die Stimme wie Kreide auf Schiefer. Wie - Seymour weinerlich - nein? Du - Bright übernimmt - schaffst doch nicht einmal einen Schmetterling aus einem Pulk von 1000 Schmetterlingen zu fangen - selbst wenn die Dir ins Maul fliegen. Wie - fährt sie fort - freundlich aber selbstbewusst - willst Du dann einen Fisch aus dem Wasser fangen? Wasser? Seymour ist entsetzt. Von Wasser war hier doch nie die Rede! Was - die Stimme ungnädig - glaubst Du denn - wo Fische herkommen? Seymour denkt nach - ein Gedanke nach dem anderen - Binärgehirn eben. Ah! Ein Geistesblitz - eine Erinnerung. Aus dem Kühlschrank. Wie aus dem Kühlschrank? Bright kann nicht folgen. Ja - Seymour nun triumphierend - aus dem Kühlschrank eben. Grüne Augen durchbohren ihn - unseren weißen Kater - wortlos. Frauchen - Seymour denkt angestrengt nach - holt den Fisch immer aus dem Kühlschrank. Daher - wieder Triumph in der Stimme - kommt der Fisch - und das weiß ich nun 100 %-ig aus dem Kühlschrank. Warum sollte Frauchen uns da belügen? Sie - Bright verdreht die Augen - sagt doch gar nichts. Wer? Seymour nun verdattert. Frauchen. Frauchen? Seymour kommt nicht mit. Ja - die Stimme wie Schmiergelpapier - die Frau die! Warum reden wir nun über eine Frau? Seymour versucht den Faden wieder zu erlangen. Weil - Bright starrt ihn an - Du mit Frauchen begonnen hast. Ich? Seymour's Augen bilden Fragezeichen. Ja - Kreide über Schiefer - Du hast behauptet - die Frau die nähme Fisch aus dem Kühlschrank ................... tut sie doch - Seymour nun wieder - glücklich - wieder zu verstehen worum es hier geht - nimmt er doch dankbar das Stichwort Kühlschrank auf - ................ und daher käme - der Gestreifte lässt sich nicht beirren - der Fisch aus dem Kühlschrank. Warum? Seymour lässt sich von seiner Beweiskette und deren Richtigkeit der Feststellung - Fische kämen aus dem Kühlschrank nicht abbringen. Warum also - fragt er - sollte das denn nicht stimmen?
Der kleine Kater - immer noch ein Exemplar des Felinaterra Tagesblattes in seinen Pfoten haltend starrt mit steigendem Entsetzen von einer Katze zur nächsten. Wer - denkt er sich - von den dreien - ist übergeschnappter? Der dumme weiße? Der gnadenlose gestreifte? Oder die im schimmelfarbenem Gewand? Seine Pfote wird müde. Sein Verstand überstrapaziert im Versuch dieses für ihn aberwitzige Gespräch zu verstehen. Irgendwie - so kommt er zu der Überzeugung - täte es seinem Verstand gut - verschwänden die drei - und zwar zügig. Wisst ihr - seine Stimme etwas zittrig - ihr bekommt dieses Exemplar umsonst. Spricht es - drückt es Bright in die Pfoten - und macht - dass er einen anderen Standort auf dem Marktplatz findet - dort wo er in Ruhe seine Zeitungen an die Katze oder Kater bekommt - ohne dass seine Gehirnwindungen neue Wege suchen im Versuch einer ihm nicht geheuren Logik zu folgen. Fisch kommt aus dem Kühlschrank - er schüttelt den Kopf. So ein Blödsinn! Und wieder gellt sein Stimmchen über den Marktplatz - FELINATERRA TAGESBLATT - UNGLAUBLICH ABER WAHR - FORSCHER DECKEN AUF - MENSCHEN MÖGEN KEINE NÄHE ZU KATZEN!
Nun denn - Bright schaut die Zeitung in ihren Pfoten an - schauen wir doch mal - was die Forscher aufdecken.
Forscher decken auf - Menschen mögen keine Nähe zu Katzen
Jahrelange Forschung unter extremsten Bedingungen zeigen ernüchternde Zustände - Menschen - so kam es heraus - mögen keine Nähe zu Katzen.
Als Hauskatzen getarnte Forscher lebten jahrelang unter den Menschen. Überprüft werden sollte - wie sich der Mensch bei Einzelhaltung von Katzen und in Mehrkatzenhaushalten verhält. Stresst ihn die Anwesenheit einer Katze mehr als die mehrerer?
Bei diesem Feldversuch unter Extrembedingungen - fanden die Forscher heraus - Menschen reagieren mehr als gestresst auf die Zudringlichkeit ihrer Katzen - wenn diese ihr Recht auf Zuneigung einfordern. Diese - die Forscher unserer Redaktion gegenüber - Erkenntnis schmerzt. Damit - so führte der Forscher aus - konnten wir nicht rechnen. Dies ist ein schwarzer Tag für uns Katzen. Vor allem für die Katzen - die außerhalb Felinaterras wirklich unter den Menschen leben.
Wir vom Felinaterra Tagesblatt stellen uns nun die Frage - wie soll es weiter gehen? Menschen mögen uns nicht! Sie ertragen nur schwer unsere Gegenwart. Sollen wir - diese Frage liebe Katzengemeinde in Felinaterra sei gestatet - uns mit Lebewesen abgeben - die uns nicht mögen? Die uns nur tolerieren? Uns unserer verbrieften Rechte auf Zuneigung verweigern?
Wir - liebe Katzengemeinde - sagen nein dazu. NEIN zu der Tatsache - dass Menschen uns nicht mögen - uns nur schwer ertragen. Stress bekommen - wenn wir uns an sie anschmiegen wollen. Ihnen unsere Bäuchlein zu kraulen vorzeigen. Schnurrend um ihre Beine ziehen.
Wir aber - liebe Katzengemeinde - wollen auch keine Revolution ausrufen - es sei euch überlassen - wie ihr mit dieser erschreckenden Tatsache lebt - MENSCHEN MÖGEN UNS KATZEN NICHT!
Schweigen - drei Katzen geschockt. Starren sie auf die Zeitung. Ungläubig die grünen Augen - voller Traurigkeit die blauen - gnadenlos die gelben. Wie - das Stimmchen aus einer weißen Kehle - dann stimmt es? Was stimmt? Der Gestreifte ist nicht ganz bei der Sache. Frauchen mag uns nicht? Seymour weint.
Was in unserer Welt der Menschen - der Modernen Zeiten - das Internet leistet - übernimmt in Felinaterra immer noch die Mund zu Mund Propaganda. Immer mehr Katzen lesen den Artikel. Schweigen. Totenstille. Raunen. Eine Fassungslosigkeit ist zu spüren - nicht nur bei unseren drei Helden.
Wie - Seymour's Augen gebrochen - Frauchen mag uns nicht? Wer - Bright nachdenklich - sagt das? Na - Seymour's Stimme kläglich - die da. Wer - Bright wieder - die da? Na - Seymour nun ungeduldig - er tippt mit Nachdruck auf den Artikel - die da! Und das glaubst Du? Bright in Gedanken versunken - ihre grünen Augen noch auf die Worte des Artikels gerichtet. Du glaubst wirklich - Frauchen mag uns nicht? Tut sie das? Seymour schöpft etwas Hoffnung. Die Frau die - knarzt es - mag es gar nicht - wenn ich nachts komme und gekrault werden will. Sabber tropft aus dem schief stehendem Maul. Sie schubst mich ständig weg. Die Frau die. Vielleicht - Bright wendet sich dem gestreiften zu - weil Du ihr Deine Krallen ins Gesicht drückst? Muss ich ja - verteidigt er sich - unser gestreifter Geselle - sonst wird sie ja nicht wach um mich zu kraulen. Jede Nacht - knarzt er weiter - wecke ich sie liebevoll - meine Frau die - treibe meine Krallen liebevoll in ihre Kopfhaut - oder in ihr Gesicht oder in die Lippen - zeige damit einfach - Du Frau Du - wach auf - kraule mich SOFORT! Und was tut die Frau die? Schiebt mich murrend zur Seite. Diese Frau die da. Mault dann undeutlich - verschlafen korrigiert Bright automatisch - etwas - fährt der gestreifte fort - von wegen - Streifentier lass mich schlafen - und AUA tut das weh. Also - die Stimme nun wieder kläglich - die blauen Augen voll Traurigkeit - mag sie uns nicht? Mich ignoriert sie auch - wenn ich morgens oder auch nachts komme und an Miss Elly nuckeln möchte. Seymour - Bright's glockenhelles Stimmchen - Du bist doch ein großer Kater? Ja! Warum nuckelst Du dann noch an einem Plüschtier? Weil - Seymour denkt angestrengt nach - ich ein großer Kater bin!
Obwohl die Zeit in Felinaterra nicht die gleiche ist - wie die in unserer Welt - schlagen die Ereignisse Wellen. Katzen fehlen - kommen selbst auf stetiges und nachhaltigem Rufen nicht nach Hause. Futternäpfe bleiben unberührt. Schlafmulden ungenutzt. Menschen in Sorge um ihre Liebsten. Menschenforen quellen über - die Nachricht immer gleich - die Frage - wo ist Bright - Seymour - das Ekelhafttier? Die Frage immer die gleiche - nur die Namen ändern sich.
In Felinaterra - die Sonne brennt freundlich auf diese Welt. Der Wind fegt durch den nahen Wald. Die Blätter rauschen. Der Bach sprudelt. Forellen gleiten silbrig glitzernd durch das klare Wasser. Schmetterlinge tummeln sich zu tausende im duftendem Lavendel. Die Wiesen quellen über vor bunten Blumen. Vögel zwitschern in den Baumwipfeln. Alles scheint so zu sein - wie wir es aus unseren vorigen Besuchen in Felinaterra kennen. Nur - sehen wir keine Katze - welche quietsch fidel über die Wiesen sprintet. Keinen weißen Kater - welcher in einen Pulk aus Schmetterlingen springt - in der Hoffnung - doch irgendwann einen zu packen. Keine Graumaus - welche sich im Schatten der Bäume ausruht. Keinen gestreiften Gesellen - immer auf der Suche nach Futter - oder sonstig fressbarem.
Auf dem sonnengetränkten Marktplatz finden wir sie - die Katzenschar. Dort - wo in der Aufregung der letzten Stunden ein Holzpodest entstanden ist. Katzen scharen sich Schulter an Schulter - dicht gedrängt darum. Ein Kater - sein Fell weiß mit gestreift - gelbe Augen - das Maul schief stehend - Sabber draus laufend - ein Ohr verkrüppelt - das andere zerfetzt - steht auf diesem Podest. Uns überkommt ein Deja Vu - kennen wir dieses Bild nicht? Ein gestreifter Geselle als Rädelsführer einer Aktion - Futter für die Katzen? Wie das ausging brauche ich an dieser Stelle nicht zu erwähnen. Das Ergebnis ist bekannt.
Trotzdem - schlauer geworden scheint er nicht zu sein. Anders ist es nicht erklärbar - dass er sich wieder als Wortführer zur Verfügung stellt. Neben ihm eine schimmelfarbene Katze. Ihre grünen Augen schauen intelligent auf die Katzenschar.
Meine Mitkatzen - die Stimme krächzt - gellt - über den Marktplatz. Meine Mitkatzen - die Ungeheuerlichkeit habt ihr sicherlich schon alle vernommen? Ein Geschrei zur Antwort. Tausend Katzenkehlen laufen zur Höchstform auf. Menschen - die Stimme steigert sich zur Kaskade - mögen uns nicht. Wollen uns nicht. Dulden uns nur. Er muss aufhören - gegen den Tumult kann er nicht anschreien. Die grünen Augen seiner Begleiterin ruhen auf der Katzenschar. Still hockt sie da - die Graumaus. Die Katze - deren Aussagen wir zuvor noch entnehmen konnten - sie glaubt nicht ganz - was sie da liest. Was passierte - dass sie nun hier neben dem Gestreiften hockt - die Feindschaft mit ihm vergisst?
Frauchen - hatte sie zuvor ihren zwei Katern erklärt - mag uns natürlich. Ja? Seymour schöpfte etwas Hoffnung. Natürlich Seymour. Warum sonst sollte sie uns bei sich haben? Dich nachts oder Abends doch kraulen während Du Miss Elli traktierst? Sie mag mich? Seymour hört sich glücklich an. ABER - Kreide über Schiefer - sie stößt mich weg. Ekelhafttier! Überlege doch mal. Bright starrt den Getreiften an. Du kommst nachts in ihr Bett. Na und? Gestreift hört sich bockig an. Treibst die ausgefahrenen Krallen in ihre Kopfhaut. Na und? Bockig. Und wenn sich Frauchen wegdreht - haust Du sie mit ausgefahrenen Krallen an der Pfote in ihr Gesicht und ziehst noch blutige Furchen. Na und? Bockig und Nichtverständnis. Dann kommst Du für Deine Niesattacken extra zu ihrem Kopf hoch und überziehst sie mit Deinem Schleim. NA UND? Bockigkeit - Nicht verstehen wollen - Gestreiften Logik. Was - grollt er - der gestreifte - hat das damit zu tun - dass die Frau die - mich nicht mag? Mich weg drückt? Mir eine Hand gegen den Kopf knallt - wenn meine Pfote liebevoll in ihrer Kopfhaut steckt? Die Frau die - die will mich nicht kraulen! Die Frau die - mag mich nicht!
Bright verdreht ihre Augen - hebt ihr Köpfchen. Vielleicht kann sie Dich ja nachts wirklich nicht leiden. Siehst Du - triumphierend der Gestreifte - sag ich doch - die Frau die - die mag mich nicht. Wie - Seymour wieder mit zittrigem Stimmchen - Frauchen mag uns dann doch nicht? Was denn nun? Ich verstehe gar nichts mehr. Mag sie uns oder nicht?
Du Fehlkonstruktion an Katze - der Gestreifte gewinnt an Fahrt - Dich mag die Frau auch nicht. Wie - Bright starrt ihn an - kommst Du auf diesen Trichter? Wie - der Gestreifte grinst böse - war das heute mittag? Heute mittag? Bright verdattert. Ja - die Stimme mit Triumph untermauert - da saß sie an ihrem neuen Schreibtisch und Du wolltest gekrault werden und sich in ihren Armen zum Schlaf legen. Bright's Augen brechen. Traurigkeit. Ja - leise das Stimmchen - Frauchen hat mich vertrieben - obwohl ich mich nur an sie schmiegen wollte. Hat gesagt - ich störe sie. Sie - Bright traurig - mag mich nicht.
Nun steht sie hier - auf diesem Podest neben ihm - ihrem Feind. Eigentlich. Ihr Blick geht über die brodelnde Masse. Rufe werden laut. Unmut wird kund getan. Fassungslosigkeit ob der Tatsache - Menschen mögen keine Katzen. Nachdenklich ihr Blick. Traurig.
Wenden wir uns ab. Lassen unseren Blick über die Menge an Katzen schweifen. Rufe dringen kurz an unser Ohr. Rufe wie: jetzt verstehe ich endlich - warum ich nachts nicht ins Schlafzimmer darf - meine Menschen HASSEN mich. Mich auch - tönt es gleichfalls - sie schmeissen mich ständig vom Tisch - wenn ich mein Köpfchen gebe - während sie essen. Und ich - und ich - gellt ein anderes Stimmchen - was soll ich sagen? Mir erklären sie ständig - sie müssten arbeiten - sitzen sie an ihrem PC. Das - so geht es weiter in der Triade - ist doch nur eine Ausrede. Meine Menschen und ARBEITEN? Sie wollen einfach nicht mit mir schmusen - wenn ich mich auf die Tastatur setze. Oder ich .............. ich auch ................... das ist noch gar nichts - stellt euch nur vor was meine Menschen machen - schicken mich einfach nach draußen - damit sie stundenlang ihre Ruhe haben! So geht es weiter - und so geht es fort. Eine Klage nach der anderen. Klar wird jeder Katze - jedem Kater in Felinaterra - ja - die Reporter haben Recht - Forscher deckten auf - Menschen hassen Katzen. Nun die Frage - was tut man dagegen. Um das zu klären sind sie hier.
Am Rande der Katzenmenge sehen wir drei Katzen. Sie fallen auf. Einfach - weil sie ruhig da stehen. Weder aufgebracht - noch traurig. Einfach still. Zwei der Kater kennen wir - einer so alt - dass es fast unglaubhaft wäre - stünde er nicht hier und wir sähen ihn nicht - Peteporte sein Name. Neben ihm ein kleiner Kater. Seit wir ihn das letzte Mal begleitet haben - auf seinem Weg in ein neues Leben - sein neues Zuhause - ist er gewachsen. Aus einem kleinen Kitten ist ein stattlicher Halbstarker geworden. Neben ihnen ein Kater - sein Fell nachtschwarz - glänzend wie Lack. Die gelben Augen leuchten. Schauen etwas trotzig aus dem Gesicht. Was - Peteporte nachdenklich - ist denn da los? Hast Du - Bluesky wendet sich seinem Kumpel zu - das Felinaterra Tagesblatt denn nicht gelesen? Warum sollte ich dieses Schundblatt lesen? Peteporte ehrlich überrascht. Nun ja - Bluesky lächelt - die Reporter wissen von Forschern - Meschen mögen keine Katzen. Wie? Peteporte nun. Menschen mögen keine Katzen? Wie kommen die denn darauf? Statt einer Antwort drückt Bluesky dem Alten die Zeitung in die Pfoten. Mit zusammengekniffenen Augen ließt der Alte den Artikel - seine Augen - er murrt etwas - waren auch schon mal besser. Aber - er murrt weiter - was erwartet man schon mit 24 Jahren? Bin ich blöd - er schaut auf - sein Blick voller Missstimmung - oder sind meine Augen dermaßen schlecht geworden? Warum? Bluesky unschuldig. Was - Peteporte schreit fast - soll den der Quatsch? Welcher Quatsch? Bluesky immer noch die Unschuld in Person. Forscher - Peteporte knurrt - faucht - zeigt seine Reißzähne - decken auf - Menschen mögen keine Katzen. Der Forscher erklärte den Reportern ............ WER ZUM TEUFEL IST DIESER REPORTER?
Nun ja - Bluesky duckst nun etwas herum - um den heißen Brei sozusagen. Nun ja - er schluck - ein Reporter hatte mich gefragt. Peteporte starrt unseren kleinen Kater an. Die gelben Augen des noch schweigsamen schwarzen Katers bohren sich in die von Bluesky. Der Reporter wollte wissen - was wir so erforschen.
Ich denke - wir nehmen uns kurz die Zeit um eine Erklärung einzuschieben. Ja - Katzen sind unter den Menschen. Katzen - deren Fähigkeiten für das Erforschen menschlichen Verhaltens ausreichen - die dafür prädestiniert sind. Sinn und Zweck der Forschung - so stellte die Statute es vor Jahren fest - war es - herauszufinden - ob Menschen mit mehr als einer Katze in einem Haushalt leben kann. Immerhin - es ist ja bewiesen - Katzen sind KEINE Einzelgänger. Die meisten jedenfalls nicht. Ausnahmen - das gilt ja auch für Menschen - gibt es immer. Katzen mögen andere Katzen - zumindest gibt es Katzen die Katze mehr mag als andere. Gut - Bright mag das Streifentier nicht - und umgekehrt gilt das gleiche. Bright mag auch Seymour nicht unbedingt - was auch wieder umgekehrt gilt. Streifentier und Seymour - ja das geht. Aber Bright mochte andere Katzen - es gab da mal einige Ausnahmen. Es gab aber auch Kater - die sie hasste wie die Pest - nehmen wir nur Sternchen Herrn Nachbarn. Aber - vielleicht ist Bright ja die Ausnahme. Auf der anderen Seite - ist sie allein - keine andere Katze in Sicht - gefällt ihr das aber auch nicht. Gut - nochmals - Bright nicht als Beispiel nehmend - im Normalfall sind Katzen KEINE Einzelgänger. Sie mögen die Gemeinschaft zu anderen Katzen. Ziehen teilweise - wenn sie Freigänger sind - mit Kumpel und Freunden um die Häuser. Treffen sich - erzählen sich die neuesten Klatschgeschichten. Sind sie im Haus gefangen - oder wie wir Menschen es ausdrücken - Wohnungskatzen - genießen sie es auch - mit anderen Katzen zusammen zu sein.
Die Forschung nun sollte herausfinden - warum gibt es immer noch Menschen - die Katzen allein halten? Können Menschen teilweise die Gegenwart mehrerer Katzen nicht ertragen? Und ein kleiner Unterpunkt in dieser Forschung war es zu erfahren - wie sieht es mit der Nähe zu Katzen aus? Stresst es Menschen - wenn die Katze die Nähe zu den Menschen sucht? Wie viel Nähe erträgt der Mensch? Ändert sich der Stresslevel wenn es mehrere Katzen sind? Wie sieht es aus - ein weiterer Parameter in der Versuchsanordnung - wenn bei einem Katzenpaar - eine Katze menschenbezogen ist und sich ihre Schmuseeinheiten abgreift - die andere Katze Schmusen gar nicht mag? Wie geht der Mensch damit um? Wie sieht es stressmäßig aus? Oder wie sieht es der Mensch - hat er 2 oder mehrere Katzen - die keine Nähe zu Menschen wollen.
Um das herauszufinden wurden Katzen verschiedenen Charakters ausgewählt. Sie wurden auf die Menschenhaushalte verteilt. Forscher im Gewand einfacher Hauskatzen sozusagen. Peteporte z. B. verkörpert einen eingefleischten Streunerkater - unabhängig - stolz - trotzdem seinen Menschen sehr zugetan. Hin und wieder bereit - sich von ihnen verwöhnen zu lassen. Bluesky nun - sein Nachfolger - sein Erbe - ist der Kater Typ - ich vergöttere meine Menschen und krauche in sie rein. Der dritte hier im Bunde? Er ist der Kater - rührmichnichtanoderichzerfetztedich! Zumindest könnte man das nach den Blicken - die er seinen Menschen nach erzwungener Nähe zuwirft - entnehmen.
Natürlich sind diese drei nicht die ganze Forscherschaar. Es gibt sie in vielen Haushalten. Da leben sie - unentdeckt. Heimlich. Forschen und geben ihre Erkenntnisse weiter. Immer in der Hoffnung - irgendwann hört der Irrglaube auf - Katzen seien Einzelgänger. Die Hoffnung - auch das gilt für Katzen - stirbt zuletzt. Die Hoffnung darauf - Menschen seien lernfähige Wesen mit Verstand. Etwas - woran viele Katzen schon nicht mehr glauben. Aber das ist eine andere Geschichte.
Also - Peteporte knurrt Bluesky an - der Reporter vom Schundblatt hat Dich über unsere Forschung ausgequetscht? Ja? Die ist doch nicht geheim? Bluesky nun doch ängstlich werdend. Wie - Peteporte faucht - sollte die geheim sein - wenn dieses Schundblatt darüber Bescheid weiß? Dann - Bluesky atmet erleichtert auf - konnte ich darüber erzählen? Wer - schreit Peteporte - hat Dir denn das erzählt? Wenn - Bluesky nun mit zittrigem Stimmchen - das nicht geheim ist - warum darf ich das nicht erzählen? Erzählen - Peteporte versucht ruhig zu bleiben - ja - ABER doch nicht diesem Schundblatt - einem REPORTER. Reporter betont er so - als hätte er es mit eine Gattung der niedrigsten Lebewesen - weit unter der Kategorie Mensch - zu tun. Reporter - faucht er den Kleinen weiter an - verdrehen alles. Oder - knurrt er nun - hast Du ihnen erzählt - wortwörtlich - Menschen hassen Katzen? Wenn ja - dann verschwinde von meinen Menschen - die Dich verwöhnen - die Dich lieben - die Dich als kleinen abgebrannten Kater - den die ersten Menschen einfach an der Autobahn entsorgten - aufnahmen. Oder was - hassen Dich auch die Menschen - die Dir auf dem Weg zu mir - zu meinen Menschen halfen? HE? Peteporte steigert sich in Rage - der kleine schrumpft zu einem Kitten zusammen - dem abgebrannten Kitten - das er vor Monaten war - als er bei Peteporte auftauchte. Nein - jammert er kläglich - natürlich lieben unsere Menschen uns. Natürlich habe ich den Reportern nicht gesagt - dass Menschen uns hassen. Was - unterbricht Peteporte Bluesky nun ungnädig - hast Du denn gesagt? Ich - kommt es kläglich aus der kleinen jungen Kehle - habe erzählt -dass wir forschen - warum Menschen teilweise der Meinung sind - Katzen wären Einzelgänger. Ja? Peteporte hört aufmerksam zu. Daraus kann kein Reporter das machen - was er gemacht hat! Dann erklärte ich auch - dass ein Unterpunkt der Forschung der Punkt sei - wie die Menschen mit Katzen klar kommen - die ihr verbrieftes Recht auf Schmuseeinheiten abgreifen! Wortlos warten die 2 Kater darauf - dass Bluesky fortfährt. Du weißt doch - Bluesky weint - dass Frauchen mich an einem Tag nicht im Badezimmer haben wollte? Sie meinte - irgendein Raum müsste sie doch auch mal OHNE Katze betreten dürfen. Immerhin nennen die Menschen das ja das stille Örtchen. Und - so fuhr Frauchen fort - was ich denn machte - wenn sie mich auf den Klo störte. Was - Bluesky schüttelt im Nachhinein noch ungläubig das Köpfchen - für eine dumme Idee - Vorstellung - als ob Frauchen das täte. Und? Peteporte nun. Und? Bluesky voller Elend - ich war sauer auf Frauchen. UND? Es grollt. Also habe ich dem Reporter erzählt - dass Menschen uns teilweise davon schicken - wenn sie Ruhe haben wollen - wie mich. Dass wir sie manchmal nerven. AH! Peteporte starrt den kleinen an. Und daraus machten die dann diese Storry? Bluesky nickt beklommen. Ich - seine Stimme bricht - hätte nie gedacht - dass die das so aufblähen.
Wenn - nun ergreift der schwarze Kater mit dem lackfarbenen Fell das Wort - das nun geklärt ist - müssen wir eingreifen. Eingreifen? Peteporte wendet sich seinem Begleiter zu. Wie denn - Bluesky gewinnt seine Selbstsicherheit zurück. Die Dinge - der schwarze überlegt - klarstellen. Ich - er wendet sich Peteporte und Bluesky zu - werde auf das Podest gehen und mich mal kurz einmischen. Warum - Peteporte nun - Du? Weil ich a) jünger bin als Du - b) älter bin als der Kurze - und c) ich ein schwarzes Fellkleid trage und damit viel cooler ausschaue als ihr zwei zusammen. Ein diablolisches Grinsen überzieht das schwarze Gesicht - die gelben Augen schimmern wie Schwefel.
Seinen zwei Begleitern keine Zeit lassend um eine passende Antwort zu finden - stürmt Lackfell das Podest. Mitkatzen - die Stimme knarzend - wir müssen uns entscheiden. Was gedenken wir zu tun? Die gelben Augen in einem gestreiften Gesicht erwartungsvoll auf die Menge gerichtet. Eine brodelnde Küche an Unmut - Unzufriedenheit. Bevor er weiter fahren kann - pocht von hinten eine schwarze Pfote auf seine Schulter - Entschuldigung? - die Stimme freundlich aber bestimmend. Ja? Der Gestreifte aus dem Konzept gebracht - reagierte er sonst nicht so freundlich. Darf ich mal? Das - so versteht es auch der Gestreifte ist keine Frage - eher eine Aufforderung. Er wäre aber nicht der Gestreifte - gäbe er so leicht nach. Wenn ein ehemals heimatloser König in einem abgebrannten zerrissenen Zustand seine Magd finden kann - dann hat ihm auch ein schwarzer geschniegelter Kater nichts zu sagen. Entschuldigung? Äfft es mit knarziger Stimme nach - einer Stimme die über den Maktplatz trägt - wer bist Du - dass Du Dich hier einmischt? Entschuldigung?!? Der schwarze voller Selbstvertrauen. Auch seine Stimme trägt über den Platz - lässt die Menge nun verstummen - Ruhe kehrt ein. Erwartungsvoll. Entschuldigung - der schwarze wieder - dass ich mich seiner Hoheit - wie heisst Du noch einmal? Streifentier! Der Gestreifte genervt. Ah! Also Hoheit Streifentier - mein Name ist Vader - oder um genauer zu sein - Darth Vader. Agent Darth Vader - Forscher im Namen seiner Katzenwelt Felinaterra - tätig im Namen der Forschergemeinschaft - warum halten Menschen Katzen allein - wenn sie wissen müssten - dass Katzen keine Einzelgänger sind. Sind wir - Bright nun - nicht? Vaders gelbe Augen bohren sich in die der schimmelfarbenen Katze. Nein - seine Stimme knurrend ob der Unterbrechung - sind wir nicht. Ich - das Stimmchen lieblich - freundlich - glockenhell - mag keine schwarzen Kater. Ich hasse schwarze Kater. Da - Bright vehement - lasse ich nicht mit mir reden. Herr Nachbar - sie hat einen Run was ihr Mitteilungsbedürfnis anbetrifft - war auch ein schwarzer Kater - aber im Gegensatz zu Dir mit weiß. Obwohl - sie denkt kurz nach - hasse ich Kater mehr - je schwärzer sie sind? Obwohl - ihr Blick fällt auf den Gestreiften - gestreifte hasse ich auch. Du - Vader grinst - Bright gefriert jedes weitere Wort im Hals - scheinst DIE Ausnahme der Ausnahmen zu sein. Gut - ich korrigiere - jede Katze - außer Dir - hasst keine anderen Katzen. HM! Die Stimme knarzig - ich kann die da auch nicht leiden - der Gestreifte weißt mit seiner gestreiften Pfote auf Bright. Agent Darth Vader verdreht die gelben Augen - wer bitte sehr seid denn ihr? Was seid denn ihr für Katzen? Was hat euer Mensch in seinem vorigen Leben angestellt um euch zu verdienen? Wie - das Stimmchen nun kläglich - angestellt um uns zu verdienen? Blaue Augen in einem weißen Gesichtchen. Lass mich raten - Vader starrt die drei an - Du kannst Deine anderen zwei Mitbewohner auch nicht leiden und die Dich nicht? Leiden? Seymour überlegt - kann man - scheint es in Denkapparat zu klickern - das fressen? Die da - er zeigt auf Bright - kann gemein sein. Aber ich kann ihr das Futter klauen. Der da - sein Blick geht zum gestreiften - mag ich mehr - OBWOHL - Seymour nun voller Einsicht - er mir mein Futter klaut.
RUHE! Vader scheint etwas die Geduld zu verlieren. Ich verstehe nicht - wie ihr 3 diesen Unsinn hier verzapfen konntet. Wie schafft ihr es nur diese Menge auf diesem Platz zu versammeln? Ein Grinsen überzieht das gestreifte Gesicht - ein Ohr verkrpüppelt - das andere zerfetzt - Sabber aus dem schief stehenden Maul fließend. Den Kopf erhoben - konzentriert der Blick - dann - eine Entladung - ein Nieser - überzieht Agent Darth Vader mit Schleim. Ah - die Stimme knarzig - Ausstrahlung! Ausstrahlung - Vader ist mit seiner Säuberung beschäftigt. Ein Kichern ist aus der Menge zu hören. Vaders scharfe Augen machen Bluesky als Lacher schnell ausfindig. Schwefelgelbe Augen bohren sich in die des Jungkaters - lassen weitere Lacher im Halse des kleinen ersterben. Rosenknospen erfroren unter einem eisigen Blick. Ja - Schiefer über Kreide - selbst Vaders Fell stellt sich auf - Ausstrahlung. Egal! Vader winkt ab. Irgendwie überkommt auch ihn das Gefühl - diese Logik ist nicht die seine. Sie ist irgendwie so streifig.
Diesen Quatsch - er erhebt die Stimme - kann ich nicht dulden! Welchen Quatsch? Bright's Stimmchen. Diesen Quatsch von wegen Menschen hassen uns Katzen. Tun sie nicht? Seymour's Blick wird hoffnungsvoll - dann bekomme ich doch noch Leckerlies von Frauchen? Wer - Vader's Blick fällt ungnädig auf den weißen Riesen - kann diesen Dummkopf zum schweigen bringen? Dummkopf? Bright's Augen funkeln böse. Wenn - ja da ist sie sich sicher - so sicher wie sich eine Katze nur sein kann - also sehr - sehr sicher - jemand Seymour einen Dummkopf nennen darf - dann nur sie - die Grand Dame der Katzen. DUMMKOPF? Sie steigert sich - ihr Stimmchen keift in den höchsten Tönen. DUMMKOPF? Nenn Seymour nie - nie - hörst Du - nie wieder Dummkopf. Wenn - keift sie weiter - ihn jemand Dummkopf nennen darf - dann ich. Und nur ich.
Vader klappt das Maul zu. Stille folgt. Ein kleines Lachen perlt aus der Menge. Bluesky - wer sonst. Schwefelgelbe Augen nageln den kleinen Kater fest. Das Lachen erstirbt. Ruhe! Ihr - Vader zeigt mit der Pfote auf die drei Katzen - ein Kater in weiß - einer im gestreiften Gewand -und der Katze mit schimmelfarbenem Fell - seid die reinste Pest - die reinste Strafe für einen Menschen - davon bin ich überzeugt. Er atmet tief ein. Wie - das Stimmchen leidend - Strafe? Dann mag Frauchen uns doch nicht? Blaue Augen wieder voller Traurigkeit. RUHE - blafft der schwarze Kater. RUHE - mein Kopf - brüllt er - fühlt sich an - als bekäme mein Gehirn neue Windungen. Es tut weh - er kreischt - sich weiter mit euch zu unterhalten.
Also - wendet er sich nun der Menge zu - wo nun endlich Ruhe - sein Blick fällt auf unsere drei - herrscht und es auch so bleiben wird - er starrt jeden der drei einzeln an - können wir uns mal diesem Blödsinn widmen. Raunen aus der Menge. RUHE! Die schwarze Kehle schmerzt. Also - die Stimme erhoben - wie ich schon erwähnte - bevor ich SO rüde unterbrochen wurde - mein Name ist Vader - Agent Darth Vader - und ich arbeite im Namen und für das Forschungsinstitut auf Felinaterra. Unseren Forschungsauaftrag habe ich ja schon kurz umrissen. Dort hinten - die schwarze Pfote zeigt in Richtung Peteporte und Bluesky - sind noch 2 Agenten unserer Forschungsstation. Um unsere Forschung voranzutreiben wurden verschiedene Katzen und Kater als Agenten angeworben. Katzen - eine Bezeichnung nun folgend ohne Ansatz des Geschlechts - also Katzen angeworben - so mannigfaltig im Aussehen - so unterschiedlich im Charakter. Um nun zu diesem Blödsinn aus dem Schundblatt - welches sich Felinaterra Tagesblatt nennt zu kommen - ja - das Thema Stress und Nähe zur Katze und Mensch - wurde gleichfalls untersucht. War aber nur ein Nebenprodukt der eigentlichen Forschung.
Die Katzenschar ist still. Hört schweigend zu.
Wie es Katzen gibt - die die Nähe zu Menschen suchen - gibt es auch Menschen - die unbedingte Nähe zu ihren Katzen haben möchten. Genau so gibt es Katzen - mich eingeschlossen - die Nähe nicht wünschen- so auch Menschen - die Katzen lieber anschauen - als ständig mit ihnen zu knutschen. Als problematisch wurde es aufgrund dieser Studie erachtet - wenn der falsche Mensch die falsche Katze bekam. D. h. ein Mensch der knuddeln möchte - eine Katze - die das gar nicht zu schätzen weiß. Wie z. B. mein Mensch mit mir - ich aber mehr Abstand haben möchte. Erforscht wurde dabei auch - wie sich das auf den Menschen auswirkt - hat er zwei Katzen im Haushalt. Eine zur Nähe bereit - die andere nicht. Kann der Mensch damit umgehen - eine in Ruhe zu lassen? Was passiert - so ging die Forschung weiter - wenn die Katze den Menschen bedrängt - wenn er - also der Mensch Ruhe haben möchte. Vaders Blick geht zum Gestreiften - z. B. weil er schlafen möchte und KEINE Krallen in seiner Kopfhaut oder seinem Gesicht wiederfinden möchte. Oder morgens keine Krallenspuren im Gesicht haben möchte? Oder - Vader schaut Bright an - er mal etwas am PC arbeitet - während Katze der Meinung ist - sich unbedingt auf die Tastatur legen zu müssen - oder - sein Blick findet die Katze mit dem Thema Badezimmer - er mal allein ins Bad möchte? Wir hätten nie und nimmer daran gedacht - wie sich dieses auf die Katzen auswirkt. Waren wir doch geschultes Personal - darauf eingestellt - zu beobachten - neutral und ohne Gefühle.
Es kommt etwas Bewegung in die Schar. Leises tuscheln ist zu hören.
Also - unsere Forschung zeigt klar und deutlich: Menschen - die mit uns Katzen freiwillig zusammen leben - wollen uns auch. Sie haben sich dazu entschieden - aus freiem Willen - wissend - wen sie sich ins Haus geholt haben. OBWOHL - seine Stimme trieft vor Sarkasmus - ich das bei euch dreien nicht so ganz glauben kann. Er schaut unser Dreigespann an. Menschen können damit leben - wenn wir Freiheit haben wollen - auch wenn sie mehr Kontakt wünschen. Manchmal müssen wir stolzen Katzen mit weniger Wunsch nach Nähe durch ein paar unschöne Situationen - ah - Semyour lächelt - wenn Frauchen mich knuddelt und ich sie beiße? Vader's Blick fällt auf den weißen Riesen - ja z. B. Oder - tönt es aus der Masse - wenn ich Herrchen kratze - nur weil er nicht bemerkt - dass ich genug habe? Ja! Oder ich auch beiße? Kratze? Fauche? JA! JA! und nochmals JA! Denkt ihr - eure Menschen mögen euch nicht - wenn ihr das tut? Ich - Seymour wieder - bekomme dann doch meine Leckerlie. Sie mögen mich dann doch. Er lächelt - in Erinnerung an ein Leckerlie - denn mehr - da ist er sich sicher - so sicher wie sich ein weißer Kater nur sein kann - bekommt er ja nie. Ein Leckerlie nach dem anderen - was für ihn gleichbedeutend ist - mit einem Leckerlie.
Seht ihr - Vader's Stimme gellt über den Platz - von wegen Forscher decken auf: Menschen mögen uns Katzen nicht. Da seht ihr doch - was die Presse für einen - entschuldigt bitte - Scheiß schreibt. Menschen - das kann ich euch versichern - das wisst ihr selbst - habt ihr selbst erlebt - erlebt es jeden Tag - mögen uns - lieben uns - verzeihen uns.
Am Rande des Platzes stehen sie - 2 Katzen - gestreift - wie sonst sollten Reporter aussehen. Nadelstreifen oder Karos können sie ja nicht tragen - als Katzen. Bleistifte in den Pfoten - Blöcke dazu. Was - die zierlichere der 2 wendet sich ihrem Partner zu - einem dicken Kater mit noch dickerem Kopf - sollen wir denn nun schreiben? Aus der Schlagzeile - Aufstand der Katzen in Felinaterra wird nun ja wohl nichts. Sie zuckt mit den Schultern - zierlichen Schultern. Tja - der große dicke Kater - wie wäre es mit: Felinaterra vor Aufstand gerettet - schwarzer Ritter in strahlender Rüstung erscheint in letzter Minute und verhindert einen Aufstand.
Felinaterra Tagesblatt - das Stimmchen des kleinen Katers gellt über den sonnenwarmen Marktplatz. Einzelne Katzen schwadronieren darüber. Eine kühle Brise - nach Lavendel duftend - streicht über die Stühle - die Tische. Vogelgezwitscher dringt aus dem nahen Wald. Schmetterlinge sind auf der nahen Wiese zu sehen. Ein weißer Kater - wir sehen ihn kaum im hohen Gras - hüpft voller Lebensfreude von einem Pulk Schmetterlinge in den nächsten. FELINATERRA TAGESBLATT - der kleine Kater strengt sich an. Wedelt mit einem Exemplar in der Pfote. Schwarzer Ritter in strahlender Rüstung - das Stimmchen überschlägt sich im Bemühen die Botschaft ins Land zu tragen - verhindert Aufstand.
In Felinaterra - das wird uns klar - ist alles wie es sein sollte. Und bei uns? Den Menschen? Wo doch Forscher aufdeckten - Menschen hassen Katzen?
Des Nachts - bekommt seine Frau die - immer noch Pfoten mit ausgefahrenen - natürlich wie den sonst - Krallen in die Kopfhaut gedrückt. Krallen dringen in die empfindliche Haut unter den Augen ein - streifen das Augenlid. Du Frau Du - die Stimme krächst - ein Nieser überzieht alles mit Schnodder - Du bist wach Du? Nein? Wenn Du nicht wach bist - Du Frau - Du - wie kannst Du mir dann antworten? Und - Du Frau Du - wenn Du wach bist - ja? Ja? Kannst Du mich auch kraulen - oder BESSER FÜTTERN!
Auch - und das wird mir - der Frau der - klar - bei uns Menschen ist alles beim Alten - während ich verzweifelt versuche - den Krallen zu entgehen - Ich - fauche ich den gestreiften an - mag Dich nicht. Ach - die Stimme knarzig - wenn Du wach bist um das zu bemerken - dann - er grinst - kannst Du mich ja FÜTTERN!
UNGLAUBLICH - das Stimmchen der kleinen schwarzen Katze überschlägt sich - Forscher - sie wedelt mit einem Exemplar des Felinaterra Tageblatt in ihren Pfoten - decken auf - Menschen mögen keine Nähe zu Katzen. Sie - schreit das kleine Wesen - genauer betrachtet - ein kleiner schwarzer Kater - fühlen sich durch unsere Versuche - Krauleinheiten abzugreifen - bedrängt!
Eine uns bekannte Dreierbande nähert sich dem kleinen Kater. Eine schimmelfarbene Katze mit intelligenten grünen Augen - ein weißer Riese - immer sprungbereit für den nächsten Pulk aus Schmetterlingen und ein gestreifter Kater - ein Ohr zerfetzt - das andere verkrüppelt - Sabber aus dem schief stehendem Maul tropfend. Wie - die Stimme knarzig - lässt den kleinen Kater zusammenzucken - Wissenschaftler decken auf - Menschen sind durch uns gestresst? Gelbe Augen - gnadenlos - bohren sich in die sanften des kleinen Katers. Unglaublich - piept er nur noch - der kleine - noch kleiner werdend unter den Augen des gestreiften - Forscher decken auf ............... Ja - ja - unterbricht ihn die knarzige Stimme unwillig - das hatten wir schon - was soll der Blödsinn?
Wie - die Stimme nun piepsig - aus dem Mund eines weißen 7 kg schweren Katers - Menschen mögen uns nicht? Bekomme ich dann - er schaut schreckensgleich in eine schwarze Zukunft - keine Leckerlies mehr? Seymour! Die Stimme lieblich - die grünen Augen auf ihn gerichtet - sei doch nicht dumm. Auch wenn sie freundlich ist - meistens - Ungeduld gehört zu ihren Wesenszügen. Davon - bescheidet sie Seymour unmissverständlich - war hier doch (noch) gar nicht die Rede. Das noch ist zu hören - wenn auch nicht ausgesprochen - hatte ich nicht gesagt - sie ist intelligent - diese schimmelfarbene Katze?
Also - die Stimme knarzig - was soll das? Kauft - der kleine Kater gewinnt an Selbstvertrauen - die drei vor ihm scheinen harmlos zu sein - wenn ihr das genauer wissen wollt - er wedelt mit der Zeitung vor den grünen Augen herum - kauft ein Exemplar. FELINATERRA TAGESBLATT - gellt sein Stimmchen über den Platz - UNGLAUBLICHE Entdeckung - Forscher decken auf - Menschen mögen keine Nähe zu Katzen. Wie viel - Bright mischt sich ein - bevor dem gestreiften etwas einfällt was sich nicht so leicht aus der Welt schaffen lässt - problemtechnisch sozusagen - soll Dein Schundblatt kosten? Das Felinaterra Tagesblatt - der kleine Kater betont dies extra - von wegen Schundblatt - kostet eine Forelle. Der Bach - seine Pfote zeigt Richtung des nahen Waldes - ist dort.
Ich - ich - die Stimme aufgeregt - will eine Forelle fangen. Seymour in seinem Element. Voller Vorfreude hopst er herum. Die blauen Augen in seinem weißen Gesichtchen leuchten. Das rosa Näschen zuckt. Die rosa Öhrchen aufgeregt. NEIN! Die Stimme wie Kreide auf Schiefer. Wie - Seymour weinerlich - nein? Du - Bright übernimmt - schaffst doch nicht einmal einen Schmetterling aus einem Pulk von 1000 Schmetterlingen zu fangen - selbst wenn die Dir ins Maul fliegen. Wie - fährt sie fort - freundlich aber selbstbewusst - willst Du dann einen Fisch aus dem Wasser fangen? Wasser? Seymour ist entsetzt. Von Wasser war hier doch nie die Rede! Was - die Stimme ungnädig - glaubst Du denn - wo Fische herkommen? Seymour denkt nach - ein Gedanke nach dem anderen - Binärgehirn eben. Ah! Ein Geistesblitz - eine Erinnerung. Aus dem Kühlschrank. Wie aus dem Kühlschrank? Bright kann nicht folgen. Ja - Seymour nun triumphierend - aus dem Kühlschrank eben. Grüne Augen durchbohren ihn - unseren weißen Kater - wortlos. Frauchen - Seymour denkt angestrengt nach - holt den Fisch immer aus dem Kühlschrank. Daher - wieder Triumph in der Stimme - kommt der Fisch - und das weiß ich nun 100 %-ig aus dem Kühlschrank. Warum sollte Frauchen uns da belügen? Sie - Bright verdreht die Augen - sagt doch gar nichts. Wer? Seymour nun verdattert. Frauchen. Frauchen? Seymour kommt nicht mit. Ja - die Stimme wie Schmiergelpapier - die Frau die! Warum reden wir nun über eine Frau? Seymour versucht den Faden wieder zu erlangen. Weil - Bright starrt ihn an - Du mit Frauchen begonnen hast. Ich? Seymour's Augen bilden Fragezeichen. Ja - Kreide über Schiefer - Du hast behauptet - die Frau die nähme Fisch aus dem Kühlschrank ................... tut sie doch - Seymour nun wieder - glücklich - wieder zu verstehen worum es hier geht - nimmt er doch dankbar das Stichwort Kühlschrank auf - ................ und daher käme - der Gestreifte lässt sich nicht beirren - der Fisch aus dem Kühlschrank. Warum? Seymour lässt sich von seiner Beweiskette und deren Richtigkeit der Feststellung - Fische kämen aus dem Kühlschrank nicht abbringen. Warum also - fragt er - sollte das denn nicht stimmen?
Der kleine Kater - immer noch ein Exemplar des Felinaterra Tagesblattes in seinen Pfoten haltend starrt mit steigendem Entsetzen von einer Katze zur nächsten. Wer - denkt er sich - von den dreien - ist übergeschnappter? Der dumme weiße? Der gnadenlose gestreifte? Oder die im schimmelfarbenem Gewand? Seine Pfote wird müde. Sein Verstand überstrapaziert im Versuch dieses für ihn aberwitzige Gespräch zu verstehen. Irgendwie - so kommt er zu der Überzeugung - täte es seinem Verstand gut - verschwänden die drei - und zwar zügig. Wisst ihr - seine Stimme etwas zittrig - ihr bekommt dieses Exemplar umsonst. Spricht es - drückt es Bright in die Pfoten - und macht - dass er einen anderen Standort auf dem Marktplatz findet - dort wo er in Ruhe seine Zeitungen an die Katze oder Kater bekommt - ohne dass seine Gehirnwindungen neue Wege suchen im Versuch einer ihm nicht geheuren Logik zu folgen. Fisch kommt aus dem Kühlschrank - er schüttelt den Kopf. So ein Blödsinn! Und wieder gellt sein Stimmchen über den Marktplatz - FELINATERRA TAGESBLATT - UNGLAUBLICH ABER WAHR - FORSCHER DECKEN AUF - MENSCHEN MÖGEN KEINE NÄHE ZU KATZEN!
Nun denn - Bright schaut die Zeitung in ihren Pfoten an - schauen wir doch mal - was die Forscher aufdecken.
Forscher decken auf - Menschen mögen keine Nähe zu Katzen
Jahrelange Forschung unter extremsten Bedingungen zeigen ernüchternde Zustände - Menschen - so kam es heraus - mögen keine Nähe zu Katzen.
Als Hauskatzen getarnte Forscher lebten jahrelang unter den Menschen. Überprüft werden sollte - wie sich der Mensch bei Einzelhaltung von Katzen und in Mehrkatzenhaushalten verhält. Stresst ihn die Anwesenheit einer Katze mehr als die mehrerer?
Bei diesem Feldversuch unter Extrembedingungen - fanden die Forscher heraus - Menschen reagieren mehr als gestresst auf die Zudringlichkeit ihrer Katzen - wenn diese ihr Recht auf Zuneigung einfordern. Diese - die Forscher unserer Redaktion gegenüber - Erkenntnis schmerzt. Damit - so führte der Forscher aus - konnten wir nicht rechnen. Dies ist ein schwarzer Tag für uns Katzen. Vor allem für die Katzen - die außerhalb Felinaterras wirklich unter den Menschen leben.
Wir vom Felinaterra Tagesblatt stellen uns nun die Frage - wie soll es weiter gehen? Menschen mögen uns nicht! Sie ertragen nur schwer unsere Gegenwart. Sollen wir - diese Frage liebe Katzengemeinde in Felinaterra sei gestatet - uns mit Lebewesen abgeben - die uns nicht mögen? Die uns nur tolerieren? Uns unserer verbrieften Rechte auf Zuneigung verweigern?
Wir - liebe Katzengemeinde - sagen nein dazu. NEIN zu der Tatsache - dass Menschen uns nicht mögen - uns nur schwer ertragen. Stress bekommen - wenn wir uns an sie anschmiegen wollen. Ihnen unsere Bäuchlein zu kraulen vorzeigen. Schnurrend um ihre Beine ziehen.
Wir aber - liebe Katzengemeinde - wollen auch keine Revolution ausrufen - es sei euch überlassen - wie ihr mit dieser erschreckenden Tatsache lebt - MENSCHEN MÖGEN UNS KATZEN NICHT!
Schweigen - drei Katzen geschockt. Starren sie auf die Zeitung. Ungläubig die grünen Augen - voller Traurigkeit die blauen - gnadenlos die gelben. Wie - das Stimmchen aus einer weißen Kehle - dann stimmt es? Was stimmt? Der Gestreifte ist nicht ganz bei der Sache. Frauchen mag uns nicht? Seymour weint.
Was in unserer Welt der Menschen - der Modernen Zeiten - das Internet leistet - übernimmt in Felinaterra immer noch die Mund zu Mund Propaganda. Immer mehr Katzen lesen den Artikel. Schweigen. Totenstille. Raunen. Eine Fassungslosigkeit ist zu spüren - nicht nur bei unseren drei Helden.
Wie - Seymour's Augen gebrochen - Frauchen mag uns nicht? Wer - Bright nachdenklich - sagt das? Na - Seymour's Stimme kläglich - die da. Wer - Bright wieder - die da? Na - Seymour nun ungeduldig - er tippt mit Nachdruck auf den Artikel - die da! Und das glaubst Du? Bright in Gedanken versunken - ihre grünen Augen noch auf die Worte des Artikels gerichtet. Du glaubst wirklich - Frauchen mag uns nicht? Tut sie das? Seymour schöpft etwas Hoffnung. Die Frau die - knarzt es - mag es gar nicht - wenn ich nachts komme und gekrault werden will. Sabber tropft aus dem schief stehendem Maul. Sie schubst mich ständig weg. Die Frau die. Vielleicht - Bright wendet sich dem gestreiften zu - weil Du ihr Deine Krallen ins Gesicht drückst? Muss ich ja - verteidigt er sich - unser gestreifter Geselle - sonst wird sie ja nicht wach um mich zu kraulen. Jede Nacht - knarzt er weiter - wecke ich sie liebevoll - meine Frau die - treibe meine Krallen liebevoll in ihre Kopfhaut - oder in ihr Gesicht oder in die Lippen - zeige damit einfach - Du Frau Du - wach auf - kraule mich SOFORT! Und was tut die Frau die? Schiebt mich murrend zur Seite. Diese Frau die da. Mault dann undeutlich - verschlafen korrigiert Bright automatisch - etwas - fährt der gestreifte fort - von wegen - Streifentier lass mich schlafen - und AUA tut das weh. Also - die Stimme nun wieder kläglich - die blauen Augen voll Traurigkeit - mag sie uns nicht? Mich ignoriert sie auch - wenn ich morgens oder auch nachts komme und an Miss Elly nuckeln möchte. Seymour - Bright's glockenhelles Stimmchen - Du bist doch ein großer Kater? Ja! Warum nuckelst Du dann noch an einem Plüschtier? Weil - Seymour denkt angestrengt nach - ich ein großer Kater bin!
Obwohl die Zeit in Felinaterra nicht die gleiche ist - wie die in unserer Welt - schlagen die Ereignisse Wellen. Katzen fehlen - kommen selbst auf stetiges und nachhaltigem Rufen nicht nach Hause. Futternäpfe bleiben unberührt. Schlafmulden ungenutzt. Menschen in Sorge um ihre Liebsten. Menschenforen quellen über - die Nachricht immer gleich - die Frage - wo ist Bright - Seymour - das Ekelhafttier? Die Frage immer die gleiche - nur die Namen ändern sich.
In Felinaterra - die Sonne brennt freundlich auf diese Welt. Der Wind fegt durch den nahen Wald. Die Blätter rauschen. Der Bach sprudelt. Forellen gleiten silbrig glitzernd durch das klare Wasser. Schmetterlinge tummeln sich zu tausende im duftendem Lavendel. Die Wiesen quellen über vor bunten Blumen. Vögel zwitschern in den Baumwipfeln. Alles scheint so zu sein - wie wir es aus unseren vorigen Besuchen in Felinaterra kennen. Nur - sehen wir keine Katze - welche quietsch fidel über die Wiesen sprintet. Keinen weißen Kater - welcher in einen Pulk aus Schmetterlingen springt - in der Hoffnung - doch irgendwann einen zu packen. Keine Graumaus - welche sich im Schatten der Bäume ausruht. Keinen gestreiften Gesellen - immer auf der Suche nach Futter - oder sonstig fressbarem.
Auf dem sonnengetränkten Marktplatz finden wir sie - die Katzenschar. Dort - wo in der Aufregung der letzten Stunden ein Holzpodest entstanden ist. Katzen scharen sich Schulter an Schulter - dicht gedrängt darum. Ein Kater - sein Fell weiß mit gestreift - gelbe Augen - das Maul schief stehend - Sabber draus laufend - ein Ohr verkrüppelt - das andere zerfetzt - steht auf diesem Podest. Uns überkommt ein Deja Vu - kennen wir dieses Bild nicht? Ein gestreifter Geselle als Rädelsführer einer Aktion - Futter für die Katzen? Wie das ausging brauche ich an dieser Stelle nicht zu erwähnen. Das Ergebnis ist bekannt.
Trotzdem - schlauer geworden scheint er nicht zu sein. Anders ist es nicht erklärbar - dass er sich wieder als Wortführer zur Verfügung stellt. Neben ihm eine schimmelfarbene Katze. Ihre grünen Augen schauen intelligent auf die Katzenschar.
Meine Mitkatzen - die Stimme krächzt - gellt - über den Marktplatz. Meine Mitkatzen - die Ungeheuerlichkeit habt ihr sicherlich schon alle vernommen? Ein Geschrei zur Antwort. Tausend Katzenkehlen laufen zur Höchstform auf. Menschen - die Stimme steigert sich zur Kaskade - mögen uns nicht. Wollen uns nicht. Dulden uns nur. Er muss aufhören - gegen den Tumult kann er nicht anschreien. Die grünen Augen seiner Begleiterin ruhen auf der Katzenschar. Still hockt sie da - die Graumaus. Die Katze - deren Aussagen wir zuvor noch entnehmen konnten - sie glaubt nicht ganz - was sie da liest. Was passierte - dass sie nun hier neben dem Gestreiften hockt - die Feindschaft mit ihm vergisst?
Frauchen - hatte sie zuvor ihren zwei Katern erklärt - mag uns natürlich. Ja? Seymour schöpfte etwas Hoffnung. Natürlich Seymour. Warum sonst sollte sie uns bei sich haben? Dich nachts oder Abends doch kraulen während Du Miss Elli traktierst? Sie mag mich? Seymour hört sich glücklich an. ABER - Kreide über Schiefer - sie stößt mich weg. Ekelhafttier! Überlege doch mal. Bright starrt den Getreiften an. Du kommst nachts in ihr Bett. Na und? Gestreift hört sich bockig an. Treibst die ausgefahrenen Krallen in ihre Kopfhaut. Na und? Bockig. Und wenn sich Frauchen wegdreht - haust Du sie mit ausgefahrenen Krallen an der Pfote in ihr Gesicht und ziehst noch blutige Furchen. Na und? Bockig und Nichtverständnis. Dann kommst Du für Deine Niesattacken extra zu ihrem Kopf hoch und überziehst sie mit Deinem Schleim. NA UND? Bockigkeit - Nicht verstehen wollen - Gestreiften Logik. Was - grollt er - der gestreifte - hat das damit zu tun - dass die Frau die - mich nicht mag? Mich weg drückt? Mir eine Hand gegen den Kopf knallt - wenn meine Pfote liebevoll in ihrer Kopfhaut steckt? Die Frau die - die will mich nicht kraulen! Die Frau die - mag mich nicht!
Bright verdreht ihre Augen - hebt ihr Köpfchen. Vielleicht kann sie Dich ja nachts wirklich nicht leiden. Siehst Du - triumphierend der Gestreifte - sag ich doch - die Frau die - die mag mich nicht. Wie - Seymour wieder mit zittrigem Stimmchen - Frauchen mag uns dann doch nicht? Was denn nun? Ich verstehe gar nichts mehr. Mag sie uns oder nicht?
Du Fehlkonstruktion an Katze - der Gestreifte gewinnt an Fahrt - Dich mag die Frau auch nicht. Wie - Bright starrt ihn an - kommst Du auf diesen Trichter? Wie - der Gestreifte grinst böse - war das heute mittag? Heute mittag? Bright verdattert. Ja - die Stimme mit Triumph untermauert - da saß sie an ihrem neuen Schreibtisch und Du wolltest gekrault werden und sich in ihren Armen zum Schlaf legen. Bright's Augen brechen. Traurigkeit. Ja - leise das Stimmchen - Frauchen hat mich vertrieben - obwohl ich mich nur an sie schmiegen wollte. Hat gesagt - ich störe sie. Sie - Bright traurig - mag mich nicht.
Nun steht sie hier - auf diesem Podest neben ihm - ihrem Feind. Eigentlich. Ihr Blick geht über die brodelnde Masse. Rufe werden laut. Unmut wird kund getan. Fassungslosigkeit ob der Tatsache - Menschen mögen keine Katzen. Nachdenklich ihr Blick. Traurig.
Wenden wir uns ab. Lassen unseren Blick über die Menge an Katzen schweifen. Rufe dringen kurz an unser Ohr. Rufe wie: jetzt verstehe ich endlich - warum ich nachts nicht ins Schlafzimmer darf - meine Menschen HASSEN mich. Mich auch - tönt es gleichfalls - sie schmeissen mich ständig vom Tisch - wenn ich mein Köpfchen gebe - während sie essen. Und ich - und ich - gellt ein anderes Stimmchen - was soll ich sagen? Mir erklären sie ständig - sie müssten arbeiten - sitzen sie an ihrem PC. Das - so geht es weiter in der Triade - ist doch nur eine Ausrede. Meine Menschen und ARBEITEN? Sie wollen einfach nicht mit mir schmusen - wenn ich mich auf die Tastatur setze. Oder ich .............. ich auch ................... das ist noch gar nichts - stellt euch nur vor was meine Menschen machen - schicken mich einfach nach draußen - damit sie stundenlang ihre Ruhe haben! So geht es weiter - und so geht es fort. Eine Klage nach der anderen. Klar wird jeder Katze - jedem Kater in Felinaterra - ja - die Reporter haben Recht - Forscher deckten auf - Menschen hassen Katzen. Nun die Frage - was tut man dagegen. Um das zu klären sind sie hier.
Am Rande der Katzenmenge sehen wir drei Katzen. Sie fallen auf. Einfach - weil sie ruhig da stehen. Weder aufgebracht - noch traurig. Einfach still. Zwei der Kater kennen wir - einer so alt - dass es fast unglaubhaft wäre - stünde er nicht hier und wir sähen ihn nicht - Peteporte sein Name. Neben ihm ein kleiner Kater. Seit wir ihn das letzte Mal begleitet haben - auf seinem Weg in ein neues Leben - sein neues Zuhause - ist er gewachsen. Aus einem kleinen Kitten ist ein stattlicher Halbstarker geworden. Neben ihnen ein Kater - sein Fell nachtschwarz - glänzend wie Lack. Die gelben Augen leuchten. Schauen etwas trotzig aus dem Gesicht. Was - Peteporte nachdenklich - ist denn da los? Hast Du - Bluesky wendet sich seinem Kumpel zu - das Felinaterra Tagesblatt denn nicht gelesen? Warum sollte ich dieses Schundblatt lesen? Peteporte ehrlich überrascht. Nun ja - Bluesky lächelt - die Reporter wissen von Forschern - Meschen mögen keine Katzen. Wie? Peteporte nun. Menschen mögen keine Katzen? Wie kommen die denn darauf? Statt einer Antwort drückt Bluesky dem Alten die Zeitung in die Pfoten. Mit zusammengekniffenen Augen ließt der Alte den Artikel - seine Augen - er murrt etwas - waren auch schon mal besser. Aber - er murrt weiter - was erwartet man schon mit 24 Jahren? Bin ich blöd - er schaut auf - sein Blick voller Missstimmung - oder sind meine Augen dermaßen schlecht geworden? Warum? Bluesky unschuldig. Was - Peteporte schreit fast - soll den der Quatsch? Welcher Quatsch? Bluesky immer noch die Unschuld in Person. Forscher - Peteporte knurrt - faucht - zeigt seine Reißzähne - decken auf - Menschen mögen keine Katzen. Der Forscher erklärte den Reportern ............ WER ZUM TEUFEL IST DIESER REPORTER?
Nun ja - Bluesky duckst nun etwas herum - um den heißen Brei sozusagen. Nun ja - er schluck - ein Reporter hatte mich gefragt. Peteporte starrt unseren kleinen Kater an. Die gelben Augen des noch schweigsamen schwarzen Katers bohren sich in die von Bluesky. Der Reporter wollte wissen - was wir so erforschen.
Ich denke - wir nehmen uns kurz die Zeit um eine Erklärung einzuschieben. Ja - Katzen sind unter den Menschen. Katzen - deren Fähigkeiten für das Erforschen menschlichen Verhaltens ausreichen - die dafür prädestiniert sind. Sinn und Zweck der Forschung - so stellte die Statute es vor Jahren fest - war es - herauszufinden - ob Menschen mit mehr als einer Katze in einem Haushalt leben kann. Immerhin - es ist ja bewiesen - Katzen sind KEINE Einzelgänger. Die meisten jedenfalls nicht. Ausnahmen - das gilt ja auch für Menschen - gibt es immer. Katzen mögen andere Katzen - zumindest gibt es Katzen die Katze mehr mag als andere. Gut - Bright mag das Streifentier nicht - und umgekehrt gilt das gleiche. Bright mag auch Seymour nicht unbedingt - was auch wieder umgekehrt gilt. Streifentier und Seymour - ja das geht. Aber Bright mochte andere Katzen - es gab da mal einige Ausnahmen. Es gab aber auch Kater - die sie hasste wie die Pest - nehmen wir nur Sternchen Herrn Nachbarn. Aber - vielleicht ist Bright ja die Ausnahme. Auf der anderen Seite - ist sie allein - keine andere Katze in Sicht - gefällt ihr das aber auch nicht. Gut - nochmals - Bright nicht als Beispiel nehmend - im Normalfall sind Katzen KEINE Einzelgänger. Sie mögen die Gemeinschaft zu anderen Katzen. Ziehen teilweise - wenn sie Freigänger sind - mit Kumpel und Freunden um die Häuser. Treffen sich - erzählen sich die neuesten Klatschgeschichten. Sind sie im Haus gefangen - oder wie wir Menschen es ausdrücken - Wohnungskatzen - genießen sie es auch - mit anderen Katzen zusammen zu sein.
Die Forschung nun sollte herausfinden - warum gibt es immer noch Menschen - die Katzen allein halten? Können Menschen teilweise die Gegenwart mehrerer Katzen nicht ertragen? Und ein kleiner Unterpunkt in dieser Forschung war es zu erfahren - wie sieht es mit der Nähe zu Katzen aus? Stresst es Menschen - wenn die Katze die Nähe zu den Menschen sucht? Wie viel Nähe erträgt der Mensch? Ändert sich der Stresslevel wenn es mehrere Katzen sind? Wie sieht es aus - ein weiterer Parameter in der Versuchsanordnung - wenn bei einem Katzenpaar - eine Katze menschenbezogen ist und sich ihre Schmuseeinheiten abgreift - die andere Katze Schmusen gar nicht mag? Wie geht der Mensch damit um? Wie sieht es stressmäßig aus? Oder wie sieht es der Mensch - hat er 2 oder mehrere Katzen - die keine Nähe zu Menschen wollen.
Um das herauszufinden wurden Katzen verschiedenen Charakters ausgewählt. Sie wurden auf die Menschenhaushalte verteilt. Forscher im Gewand einfacher Hauskatzen sozusagen. Peteporte z. B. verkörpert einen eingefleischten Streunerkater - unabhängig - stolz - trotzdem seinen Menschen sehr zugetan. Hin und wieder bereit - sich von ihnen verwöhnen zu lassen. Bluesky nun - sein Nachfolger - sein Erbe - ist der Kater Typ - ich vergöttere meine Menschen und krauche in sie rein. Der dritte hier im Bunde? Er ist der Kater - rührmichnichtanoderichzerfetztedich! Zumindest könnte man das nach den Blicken - die er seinen Menschen nach erzwungener Nähe zuwirft - entnehmen.
Natürlich sind diese drei nicht die ganze Forscherschaar. Es gibt sie in vielen Haushalten. Da leben sie - unentdeckt. Heimlich. Forschen und geben ihre Erkenntnisse weiter. Immer in der Hoffnung - irgendwann hört der Irrglaube auf - Katzen seien Einzelgänger. Die Hoffnung - auch das gilt für Katzen - stirbt zuletzt. Die Hoffnung darauf - Menschen seien lernfähige Wesen mit Verstand. Etwas - woran viele Katzen schon nicht mehr glauben. Aber das ist eine andere Geschichte.
Also - Peteporte knurrt Bluesky an - der Reporter vom Schundblatt hat Dich über unsere Forschung ausgequetscht? Ja? Die ist doch nicht geheim? Bluesky nun doch ängstlich werdend. Wie - Peteporte faucht - sollte die geheim sein - wenn dieses Schundblatt darüber Bescheid weiß? Dann - Bluesky atmet erleichtert auf - konnte ich darüber erzählen? Wer - schreit Peteporte - hat Dir denn das erzählt? Wenn - Bluesky nun mit zittrigem Stimmchen - das nicht geheim ist - warum darf ich das nicht erzählen? Erzählen - Peteporte versucht ruhig zu bleiben - ja - ABER doch nicht diesem Schundblatt - einem REPORTER. Reporter betont er so - als hätte er es mit eine Gattung der niedrigsten Lebewesen - weit unter der Kategorie Mensch - zu tun. Reporter - faucht er den Kleinen weiter an - verdrehen alles. Oder - knurrt er nun - hast Du ihnen erzählt - wortwörtlich - Menschen hassen Katzen? Wenn ja - dann verschwinde von meinen Menschen - die Dich verwöhnen - die Dich lieben - die Dich als kleinen abgebrannten Kater - den die ersten Menschen einfach an der Autobahn entsorgten - aufnahmen. Oder was - hassen Dich auch die Menschen - die Dir auf dem Weg zu mir - zu meinen Menschen halfen? HE? Peteporte steigert sich in Rage - der kleine schrumpft zu einem Kitten zusammen - dem abgebrannten Kitten - das er vor Monaten war - als er bei Peteporte auftauchte. Nein - jammert er kläglich - natürlich lieben unsere Menschen uns. Natürlich habe ich den Reportern nicht gesagt - dass Menschen uns hassen. Was - unterbricht Peteporte Bluesky nun ungnädig - hast Du denn gesagt? Ich - kommt es kläglich aus der kleinen jungen Kehle - habe erzählt -dass wir forschen - warum Menschen teilweise der Meinung sind - Katzen wären Einzelgänger. Ja? Peteporte hört aufmerksam zu. Daraus kann kein Reporter das machen - was er gemacht hat! Dann erklärte ich auch - dass ein Unterpunkt der Forschung der Punkt sei - wie die Menschen mit Katzen klar kommen - die ihr verbrieftes Recht auf Schmuseeinheiten abgreifen! Wortlos warten die 2 Kater darauf - dass Bluesky fortfährt. Du weißt doch - Bluesky weint - dass Frauchen mich an einem Tag nicht im Badezimmer haben wollte? Sie meinte - irgendein Raum müsste sie doch auch mal OHNE Katze betreten dürfen. Immerhin nennen die Menschen das ja das stille Örtchen. Und - so fuhr Frauchen fort - was ich denn machte - wenn sie mich auf den Klo störte. Was - Bluesky schüttelt im Nachhinein noch ungläubig das Köpfchen - für eine dumme Idee - Vorstellung - als ob Frauchen das täte. Und? Peteporte nun. Und? Bluesky voller Elend - ich war sauer auf Frauchen. UND? Es grollt. Also habe ich dem Reporter erzählt - dass Menschen uns teilweise davon schicken - wenn sie Ruhe haben wollen - wie mich. Dass wir sie manchmal nerven. AH! Peteporte starrt den kleinen an. Und daraus machten die dann diese Storry? Bluesky nickt beklommen. Ich - seine Stimme bricht - hätte nie gedacht - dass die das so aufblähen.
Wenn - nun ergreift der schwarze Kater mit dem lackfarbenen Fell das Wort - das nun geklärt ist - müssen wir eingreifen. Eingreifen? Peteporte wendet sich seinem Begleiter zu. Wie denn - Bluesky gewinnt seine Selbstsicherheit zurück. Die Dinge - der schwarze überlegt - klarstellen. Ich - er wendet sich Peteporte und Bluesky zu - werde auf das Podest gehen und mich mal kurz einmischen. Warum - Peteporte nun - Du? Weil ich a) jünger bin als Du - b) älter bin als der Kurze - und c) ich ein schwarzes Fellkleid trage und damit viel cooler ausschaue als ihr zwei zusammen. Ein diablolisches Grinsen überzieht das schwarze Gesicht - die gelben Augen schimmern wie Schwefel.
Seinen zwei Begleitern keine Zeit lassend um eine passende Antwort zu finden - stürmt Lackfell das Podest. Mitkatzen - die Stimme knarzend - wir müssen uns entscheiden. Was gedenken wir zu tun? Die gelben Augen in einem gestreiften Gesicht erwartungsvoll auf die Menge gerichtet. Eine brodelnde Küche an Unmut - Unzufriedenheit. Bevor er weiter fahren kann - pocht von hinten eine schwarze Pfote auf seine Schulter - Entschuldigung? - die Stimme freundlich aber bestimmend. Ja? Der Gestreifte aus dem Konzept gebracht - reagierte er sonst nicht so freundlich. Darf ich mal? Das - so versteht es auch der Gestreifte ist keine Frage - eher eine Aufforderung. Er wäre aber nicht der Gestreifte - gäbe er so leicht nach. Wenn ein ehemals heimatloser König in einem abgebrannten zerrissenen Zustand seine Magd finden kann - dann hat ihm auch ein schwarzer geschniegelter Kater nichts zu sagen. Entschuldigung? Äfft es mit knarziger Stimme nach - einer Stimme die über den Maktplatz trägt - wer bist Du - dass Du Dich hier einmischt? Entschuldigung?!? Der schwarze voller Selbstvertrauen. Auch seine Stimme trägt über den Platz - lässt die Menge nun verstummen - Ruhe kehrt ein. Erwartungsvoll. Entschuldigung - der schwarze wieder - dass ich mich seiner Hoheit - wie heisst Du noch einmal? Streifentier! Der Gestreifte genervt. Ah! Also Hoheit Streifentier - mein Name ist Vader - oder um genauer zu sein - Darth Vader. Agent Darth Vader - Forscher im Namen seiner Katzenwelt Felinaterra - tätig im Namen der Forschergemeinschaft - warum halten Menschen Katzen allein - wenn sie wissen müssten - dass Katzen keine Einzelgänger sind. Sind wir - Bright nun - nicht? Vaders gelbe Augen bohren sich in die der schimmelfarbenen Katze. Nein - seine Stimme knurrend ob der Unterbrechung - sind wir nicht. Ich - das Stimmchen lieblich - freundlich - glockenhell - mag keine schwarzen Kater. Ich hasse schwarze Kater. Da - Bright vehement - lasse ich nicht mit mir reden. Herr Nachbar - sie hat einen Run was ihr Mitteilungsbedürfnis anbetrifft - war auch ein schwarzer Kater - aber im Gegensatz zu Dir mit weiß. Obwohl - sie denkt kurz nach - hasse ich Kater mehr - je schwärzer sie sind? Obwohl - ihr Blick fällt auf den Gestreiften - gestreifte hasse ich auch. Du - Vader grinst - Bright gefriert jedes weitere Wort im Hals - scheinst DIE Ausnahme der Ausnahmen zu sein. Gut - ich korrigiere - jede Katze - außer Dir - hasst keine anderen Katzen. HM! Die Stimme knarzig - ich kann die da auch nicht leiden - der Gestreifte weißt mit seiner gestreiften Pfote auf Bright. Agent Darth Vader verdreht die gelben Augen - wer bitte sehr seid denn ihr? Was seid denn ihr für Katzen? Was hat euer Mensch in seinem vorigen Leben angestellt um euch zu verdienen? Wie - das Stimmchen nun kläglich - angestellt um uns zu verdienen? Blaue Augen in einem weißen Gesichtchen. Lass mich raten - Vader starrt die drei an - Du kannst Deine anderen zwei Mitbewohner auch nicht leiden und die Dich nicht? Leiden? Seymour überlegt - kann man - scheint es in Denkapparat zu klickern - das fressen? Die da - er zeigt auf Bright - kann gemein sein. Aber ich kann ihr das Futter klauen. Der da - sein Blick geht zum gestreiften - mag ich mehr - OBWOHL - Seymour nun voller Einsicht - er mir mein Futter klaut.
RUHE! Vader scheint etwas die Geduld zu verlieren. Ich verstehe nicht - wie ihr 3 diesen Unsinn hier verzapfen konntet. Wie schafft ihr es nur diese Menge auf diesem Platz zu versammeln? Ein Grinsen überzieht das gestreifte Gesicht - ein Ohr verkrpüppelt - das andere zerfetzt - Sabber aus dem schief stehenden Maul fließend. Den Kopf erhoben - konzentriert der Blick - dann - eine Entladung - ein Nieser - überzieht Agent Darth Vader mit Schleim. Ah - die Stimme knarzig - Ausstrahlung! Ausstrahlung - Vader ist mit seiner Säuberung beschäftigt. Ein Kichern ist aus der Menge zu hören. Vaders scharfe Augen machen Bluesky als Lacher schnell ausfindig. Schwefelgelbe Augen bohren sich in die des Jungkaters - lassen weitere Lacher im Halse des kleinen ersterben. Rosenknospen erfroren unter einem eisigen Blick. Ja - Schiefer über Kreide - selbst Vaders Fell stellt sich auf - Ausstrahlung. Egal! Vader winkt ab. Irgendwie überkommt auch ihn das Gefühl - diese Logik ist nicht die seine. Sie ist irgendwie so streifig.
Diesen Quatsch - er erhebt die Stimme - kann ich nicht dulden! Welchen Quatsch? Bright's Stimmchen. Diesen Quatsch von wegen Menschen hassen uns Katzen. Tun sie nicht? Seymour's Blick wird hoffnungsvoll - dann bekomme ich doch noch Leckerlies von Frauchen? Wer - Vader's Blick fällt ungnädig auf den weißen Riesen - kann diesen Dummkopf zum schweigen bringen? Dummkopf? Bright's Augen funkeln böse. Wenn - ja da ist sie sich sicher - so sicher wie sich eine Katze nur sein kann - also sehr - sehr sicher - jemand Seymour einen Dummkopf nennen darf - dann nur sie - die Grand Dame der Katzen. DUMMKOPF? Sie steigert sich - ihr Stimmchen keift in den höchsten Tönen. DUMMKOPF? Nenn Seymour nie - nie - hörst Du - nie wieder Dummkopf. Wenn - keift sie weiter - ihn jemand Dummkopf nennen darf - dann ich. Und nur ich.
Vader klappt das Maul zu. Stille folgt. Ein kleines Lachen perlt aus der Menge. Bluesky - wer sonst. Schwefelgelbe Augen nageln den kleinen Kater fest. Das Lachen erstirbt. Ruhe! Ihr - Vader zeigt mit der Pfote auf die drei Katzen - ein Kater in weiß - einer im gestreiften Gewand -und der Katze mit schimmelfarbenem Fell - seid die reinste Pest - die reinste Strafe für einen Menschen - davon bin ich überzeugt. Er atmet tief ein. Wie - das Stimmchen leidend - Strafe? Dann mag Frauchen uns doch nicht? Blaue Augen wieder voller Traurigkeit. RUHE - blafft der schwarze Kater. RUHE - mein Kopf - brüllt er - fühlt sich an - als bekäme mein Gehirn neue Windungen. Es tut weh - er kreischt - sich weiter mit euch zu unterhalten.
Also - wendet er sich nun der Menge zu - wo nun endlich Ruhe - sein Blick fällt auf unsere drei - herrscht und es auch so bleiben wird - er starrt jeden der drei einzeln an - können wir uns mal diesem Blödsinn widmen. Raunen aus der Menge. RUHE! Die schwarze Kehle schmerzt. Also - die Stimme erhoben - wie ich schon erwähnte - bevor ich SO rüde unterbrochen wurde - mein Name ist Vader - Agent Darth Vader - und ich arbeite im Namen und für das Forschungsinstitut auf Felinaterra. Unseren Forschungsauaftrag habe ich ja schon kurz umrissen. Dort hinten - die schwarze Pfote zeigt in Richtung Peteporte und Bluesky - sind noch 2 Agenten unserer Forschungsstation. Um unsere Forschung voranzutreiben wurden verschiedene Katzen und Kater als Agenten angeworben. Katzen - eine Bezeichnung nun folgend ohne Ansatz des Geschlechts - also Katzen angeworben - so mannigfaltig im Aussehen - so unterschiedlich im Charakter. Um nun zu diesem Blödsinn aus dem Schundblatt - welches sich Felinaterra Tagesblatt nennt zu kommen - ja - das Thema Stress und Nähe zur Katze und Mensch - wurde gleichfalls untersucht. War aber nur ein Nebenprodukt der eigentlichen Forschung.
Die Katzenschar ist still. Hört schweigend zu.
Wie es Katzen gibt - die die Nähe zu Menschen suchen - gibt es auch Menschen - die unbedingte Nähe zu ihren Katzen haben möchten. Genau so gibt es Katzen - mich eingeschlossen - die Nähe nicht wünschen- so auch Menschen - die Katzen lieber anschauen - als ständig mit ihnen zu knutschen. Als problematisch wurde es aufgrund dieser Studie erachtet - wenn der falsche Mensch die falsche Katze bekam. D. h. ein Mensch der knuddeln möchte - eine Katze - die das gar nicht zu schätzen weiß. Wie z. B. mein Mensch mit mir - ich aber mehr Abstand haben möchte. Erforscht wurde dabei auch - wie sich das auf den Menschen auswirkt - hat er zwei Katzen im Haushalt. Eine zur Nähe bereit - die andere nicht. Kann der Mensch damit umgehen - eine in Ruhe zu lassen? Was passiert - so ging die Forschung weiter - wenn die Katze den Menschen bedrängt - wenn er - also der Mensch Ruhe haben möchte. Vaders Blick geht zum Gestreiften - z. B. weil er schlafen möchte und KEINE Krallen in seiner Kopfhaut oder seinem Gesicht wiederfinden möchte. Oder morgens keine Krallenspuren im Gesicht haben möchte? Oder - Vader schaut Bright an - er mal etwas am PC arbeitet - während Katze der Meinung ist - sich unbedingt auf die Tastatur legen zu müssen - oder - sein Blick findet die Katze mit dem Thema Badezimmer - er mal allein ins Bad möchte? Wir hätten nie und nimmer daran gedacht - wie sich dieses auf die Katzen auswirkt. Waren wir doch geschultes Personal - darauf eingestellt - zu beobachten - neutral und ohne Gefühle.
Es kommt etwas Bewegung in die Schar. Leises tuscheln ist zu hören.
Also - unsere Forschung zeigt klar und deutlich: Menschen - die mit uns Katzen freiwillig zusammen leben - wollen uns auch. Sie haben sich dazu entschieden - aus freiem Willen - wissend - wen sie sich ins Haus geholt haben. OBWOHL - seine Stimme trieft vor Sarkasmus - ich das bei euch dreien nicht so ganz glauben kann. Er schaut unser Dreigespann an. Menschen können damit leben - wenn wir Freiheit haben wollen - auch wenn sie mehr Kontakt wünschen. Manchmal müssen wir stolzen Katzen mit weniger Wunsch nach Nähe durch ein paar unschöne Situationen - ah - Semyour lächelt - wenn Frauchen mich knuddelt und ich sie beiße? Vader's Blick fällt auf den weißen Riesen - ja z. B. Oder - tönt es aus der Masse - wenn ich Herrchen kratze - nur weil er nicht bemerkt - dass ich genug habe? Ja! Oder ich auch beiße? Kratze? Fauche? JA! JA! und nochmals JA! Denkt ihr - eure Menschen mögen euch nicht - wenn ihr das tut? Ich - Seymour wieder - bekomme dann doch meine Leckerlie. Sie mögen mich dann doch. Er lächelt - in Erinnerung an ein Leckerlie - denn mehr - da ist er sich sicher - so sicher wie sich ein weißer Kater nur sein kann - bekommt er ja nie. Ein Leckerlie nach dem anderen - was für ihn gleichbedeutend ist - mit einem Leckerlie.
Seht ihr - Vader's Stimme gellt über den Platz - von wegen Forscher decken auf: Menschen mögen uns Katzen nicht. Da seht ihr doch - was die Presse für einen - entschuldigt bitte - Scheiß schreibt. Menschen - das kann ich euch versichern - das wisst ihr selbst - habt ihr selbst erlebt - erlebt es jeden Tag - mögen uns - lieben uns - verzeihen uns.
Am Rande des Platzes stehen sie - 2 Katzen - gestreift - wie sonst sollten Reporter aussehen. Nadelstreifen oder Karos können sie ja nicht tragen - als Katzen. Bleistifte in den Pfoten - Blöcke dazu. Was - die zierlichere der 2 wendet sich ihrem Partner zu - einem dicken Kater mit noch dickerem Kopf - sollen wir denn nun schreiben? Aus der Schlagzeile - Aufstand der Katzen in Felinaterra wird nun ja wohl nichts. Sie zuckt mit den Schultern - zierlichen Schultern. Tja - der große dicke Kater - wie wäre es mit: Felinaterra vor Aufstand gerettet - schwarzer Ritter in strahlender Rüstung erscheint in letzter Minute und verhindert einen Aufstand.
Felinaterra Tagesblatt - das Stimmchen des kleinen Katers gellt über den sonnenwarmen Marktplatz. Einzelne Katzen schwadronieren darüber. Eine kühle Brise - nach Lavendel duftend - streicht über die Stühle - die Tische. Vogelgezwitscher dringt aus dem nahen Wald. Schmetterlinge sind auf der nahen Wiese zu sehen. Ein weißer Kater - wir sehen ihn kaum im hohen Gras - hüpft voller Lebensfreude von einem Pulk Schmetterlinge in den nächsten. FELINATERRA TAGESBLATT - der kleine Kater strengt sich an. Wedelt mit einem Exemplar in der Pfote. Schwarzer Ritter in strahlender Rüstung - das Stimmchen überschlägt sich im Bemühen die Botschaft ins Land zu tragen - verhindert Aufstand.
In Felinaterra - das wird uns klar - ist alles wie es sein sollte. Und bei uns? Den Menschen? Wo doch Forscher aufdeckten - Menschen hassen Katzen?
Des Nachts - bekommt seine Frau die - immer noch Pfoten mit ausgefahrenen - natürlich wie den sonst - Krallen in die Kopfhaut gedrückt. Krallen dringen in die empfindliche Haut unter den Augen ein - streifen das Augenlid. Du Frau Du - die Stimme krächst - ein Nieser überzieht alles mit Schnodder - Du bist wach Du? Nein? Wenn Du nicht wach bist - Du Frau - Du - wie kannst Du mir dann antworten? Und - Du Frau Du - wenn Du wach bist - ja? Ja? Kannst Du mich auch kraulen - oder BESSER FÜTTERN!
Auch - und das wird mir - der Frau der - klar - bei uns Menschen ist alles beim Alten - während ich verzweifelt versuche - den Krallen zu entgehen - Ich - fauche ich den gestreiften an - mag Dich nicht. Ach - die Stimme knarzig - wenn Du wach bist um das zu bemerken - dann - er grinst - kannst Du mich ja FÜTTERN!
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Der Umgang mit den Menschen
19av67, 20:33h
Der Umgang mit dem Menschen muss gelernt werden. Das wissen - sie - unsere Katzen - nur zu genau. So hocken sie da - die kleine Katzenschaar - so jung - so plüschig - so zierlich. Riesige Augen in einem zu kleinen Kopf. Das Fell noch struppig. Die Pfoten zu groß für diese Welt. Die Öhrchen aufmerksam. Der Blick klar und neugierig. Man sieht es - man spürt es - sie sind bereit für die Welt der Menschen. Bereit für ständigen Unsinn. Aber - man erklärte es ihnen - die erwachsenen Katzen - mit ernster Stimme - den Umgang mit dem Menschen muss man lernen. Ganz genau und präzise. Auch wenn man als Katze meilenweit und meterhoch über dem Menschen steht. Entwicklungstechnisch gesehen. Auch wenn er - der Mensch - da irgendetwas falsch versteht. Von Gott und seiner Schöpfung - und ihm - dem Menschen - als dessen Meisterwerk faselt. Katzen wissen es genau - Gott ist eine Katze. Und sie - die Katzen - sein Meisterwerk. Aber - das ist - nehmen wir es genau - und das tun wir ja ständig - eine andere Geschichte. Hier nur erwähnt - um Spannung zu erzeugen.
Der Umgang mit dem Menschen - die Stimme des Katers am Pult ist konzentriert - muss gelernt werden. Sein Rücken - des Katers natürlich - ist von Arthose gebeugt. Seine Augen - einstmal wohl strahlend gelb - nun milchig geworden. Trotzdem - sie spenden ihm Respekt - die junge Katzenschaar. Horchen - lauschen seiner Stimme. Lernen.
Lernen müssen sie - unsere Kleinen. Dazu ist sie da - diese Schule in Felinaterra. Der Welt von Katzen für Katzen gemacht. Verborgen hinter dem Strahlen des Mondlichtes in einer sternenlosen Nacht. Dem Tanz des Universums zur Stille des Nichts. Dem Glitzern der Schwärze in der Endlosigkeit. Hier - in dieser Welt - der Welt für Katzen - werden sie - die Kleinsten der Kleinen - bereit gemacht - für das Leben mit ihnen - den Menschen. Ihnen - denen sie haushoch überlegen sind. Lernen - damit ihre Überlegenheit steigt. Lerninhalte? Wie trampele ich auf einem Laptop herum - damit dieser arabische Tastaturtreiber aktiviert hat? Welche Tastenkombinationen muss ich mit den Pfoten wie unabsichtlich absichtlich erwischen - damit der Computer in den Ruhezustand fährt? Wie treibe ich meinen Menschen zur Verzweiflung? Wie in den Wahnsinn? Wie bekomme ich ihn dazu - dass zu tun - was ich als Katze so will? Wie dazu - genau das Futter serviert zu bekommen -welches ich zu verspeisen gedenke? Bedenkt - pflegen die Lehrer zu sagen - sie sind dumm - diese Menschen. Verstehen nichts. Begreifen nie was. Daher seid unnachgiebig in dem was ihr wollt. Auch - das sei nebenbei bemerkt - so ein Unterrichtsfach - die Willensstärke der Katze dem Menschen gegenüber aufrecht zu erhalten und zu stärken.
Der Umgang mit dem Menschen - der alte Kater auf dem Podium stärkt seine Stimme - muss gelernt sein. Dies ist - ich weise nur kurz darauf hin - für diejenigen unter uns Menschen - die es noch nicht begriffen haben - ein separates Unterrichtsfach auf dieser Schule in Felinaterra. Etwas belächelt - aber gut besucht. Dazu - der alte Kater wendet sich um - schauen wir uns kurz ein Video an.
Der Raum verdunkelt sich - wie bei den Menschenkindern brandet etwas Raunen auf. Spannung liegt in der Luft. Die Wand vor ihnen wird hell. Etwas flackert. Dann das Bild. Der Film zeigt einen Garten. Die Sonne scheint. Es scheint warm zu sein. Mittagszeit - dem Sonnenstand nach zu urteilen. Ein Baum. Genauer eine Platane. Noch nicht so groß wie sie sein könnte - aber doch schon groß genug um die Bezeichnung Baum zu verdienen. Darunter eine Bank. Umrundet den Stamm der Platane. Dahinter als Begrenzung zur Wildwiese Lavendel. Tausende von Schmetterlingen tummeln sich darin. In einem BeeBeeTree tosen Insekten. Bienen - Hummeln - Wespen und was sonst noch Nektar mag. Obwohl die Welt der Menschen - es ist ruhig hier. Als Katze könnte man es dort wohl aushalten. Vögel fliegen durch das Bild. Katzenschnuten im Klassenzimmer geben entsprechende Geräusche von sich. Erregt.
Das ist - die Stimme des Lehrers - ein Garten in der Menschenwelt. Heute - er wendet sich seiner Schülerschaar zu - obwohl sicher seiend - sie sehen ihn nicht - starren auf das Bild der Vögel - der Schmetterlinge - und all dem anderen Getier welches man so töten könnte - ist das Thema - fährt er fort - der Umgang mit dem Menschen - speziell - der Mensch benötigt hin und wieder mal eine Streicheleinheit von uns Katzen - damit er brav an der Stange des Gegängelt werdens läuft.
Im Bild erscheint ein Mensch. Eine Frau. Sommerlich gekleidet. Top - Shorts - barfuß. Ihre Hände dreckig von der Gartenarbeit. Das Gesicht etwas gerötet vor Anstrengung - setzt sie sich in den Schatten der Platane - auf die Rundbank. Genießt - das erkennen die Katzen genau - die Ruhe - die Kühle des Schattens. Neben sich legt sie eine Handvoll - die Katzen stöhnen - nicht fressbare - für sie die Katzen - Erbsenschoten auf die Bank.
Nun - die Stimme des Lehrers erklingt wieder - schaut genau zu. Dieser Mensch benötigt nun - ihr erkennt es ja genau - eine kleine Zuwendung ihres Königs. Wie genau - das könnt ihr nun folgend sehen.
Schweigend schauen sie - die kleinen Katzen. Die Frau hockt weiter auf der Bank. Im Schatten. Die nicht genießbaren Erbsenschoten neben sich. Starrt in die Ferne. Etwas fertig schaut sie aus - dieser Mensch. Dann - eine Katze erscheint - nein - sie keuchen - die kleinen - ein Kater. Gestreift mit weiß sein Fell. Die Pfoten weiß - die Beinchen wild gestreift. Der Blick der gelben Augen gnadenlos. Das Maul schief stehend. Sabber daraus tropfend. Ein Ohr verkrüppelt - das andere zerfetzt. Von ihm - diesem Kater - haben sie schon gehört. In Felinaterra sind er, der Binärkater und die Fehlfarbe so etwas wie Berühmtheiten. Legenden. Selbst ihn nur auf der Leinwand zu sehen - lässt die Kleinen vor Ehrfurcht erzittern.
Dies - der Lehrer ergreift das Wort - ist ein Meister seines Fachs. Ein leises Lächeln schwingt der Stimme bei. Schaut zu und lernt.
Auf seinen krummen gestreiften O-Beinchen läuft der Kater auf den Menschen - es muss - dass wissen die Kleinen nun - seine Frau die sein - zu. Hockt sich neben ihr. Freundlichkeit umgibt ihn. Eine Aura des Geborgen seins für sie - seine Frau die. Hockt er nun da - still - schweigend. Schaut gleich ihr - seiner Frau der - in die Ferne. Dann - sie schauen starr - die Kleinen - streckt der Kater auf der Leinwand die Pfote aus. Ausgefahrene Krallen senken sich ins weiche Fleisch des Arms der Frau der. Sie versteht - das sehen sie - die kleinen. Versteht - dass er - der gestreifte Kater - sie auffordert - ihm zu huldigen - verpackt in der Annahme - sie dürfte ihn kraulen - Zärtlichkeiten austauschen. So sitzen sie da - gemeinsam. Friedlich. Die Sonnen genießend. Eine Menschenhand im Fell des Katers verborgen. Kraulend. Er schnurrt. Das ist zu hören. Im Klassenzimmer. Laut und deutlich. Sie - die Frau die - verliert ihre Angespanntheit. Wird locker. Der Kater legt sich neben sie - den gestreiften Kopf mit den gnadenlosen Augen auf ihre Hand gebettet. Den Schwanz von der Bank hängen lassend. Die Augen geschlossen. Ein Bild der Gelassenheit.
Das Bild erstarrt. Der Umgang mit dem Menschen - die Stimme des Lehrers durchdringt die Stille im Raum - muss gelernt werden. Genau durch solche Aktionen - Zeichen der Zuneigung und der Zusammengehörigkeit - wird der Bund zwischen uns den Herrschenden und ihnen den Dienenden gestärkt. Verfallt nie dem Irrglauben - nur weil wir über ihnen stehen - dass sie - die Menschen alles für uns täten. Wir müssen sie glauben lassen - dass sie über uns stehen - und wir ihnen zugetan sind. Genau dazu - er dreht sich dem Standbild zu - dem Bild der Ruhe - des Friedens - wo Kater und Mensch eine Einheit bilden - sind solche Aktionen bestens geeignet.
Gebt eurem Menschen hin und wieder ein Stück Zucker an Liebesbeweis - und er - euer Mensch - wird - wenn er denn normal ist - alles für euch tun.
Wir verlassen sie nun - diese Schule in Felinaterra. Schauen in die Menschenwelt - dort - wo die Sonne strahlend vom Himmel scheint. Die Blätter der Platane im sanften Wind rascheln. Die Insekten im BeeBeeTree summen und tosen. Dort - wo sie - die Frau die - auf einer Bank hockt - einen gestreiften Kater neben sich. Ja - auch wenn sie es nicht genau weiß - er - der Kater - hat genau aufgepasst - ist ein Meister in seinem Fach - dem Fach - der Umgang mit dem Menschen. Er - der ehemals heimatlose König - nun mit ihr - seiner Magd.
Der Umgang mit dem Menschen - die Stimme des Katers am Pult ist konzentriert - muss gelernt werden. Sein Rücken - des Katers natürlich - ist von Arthose gebeugt. Seine Augen - einstmal wohl strahlend gelb - nun milchig geworden. Trotzdem - sie spenden ihm Respekt - die junge Katzenschaar. Horchen - lauschen seiner Stimme. Lernen.
Lernen müssen sie - unsere Kleinen. Dazu ist sie da - diese Schule in Felinaterra. Der Welt von Katzen für Katzen gemacht. Verborgen hinter dem Strahlen des Mondlichtes in einer sternenlosen Nacht. Dem Tanz des Universums zur Stille des Nichts. Dem Glitzern der Schwärze in der Endlosigkeit. Hier - in dieser Welt - der Welt für Katzen - werden sie - die Kleinsten der Kleinen - bereit gemacht - für das Leben mit ihnen - den Menschen. Ihnen - denen sie haushoch überlegen sind. Lernen - damit ihre Überlegenheit steigt. Lerninhalte? Wie trampele ich auf einem Laptop herum - damit dieser arabische Tastaturtreiber aktiviert hat? Welche Tastenkombinationen muss ich mit den Pfoten wie unabsichtlich absichtlich erwischen - damit der Computer in den Ruhezustand fährt? Wie treibe ich meinen Menschen zur Verzweiflung? Wie in den Wahnsinn? Wie bekomme ich ihn dazu - dass zu tun - was ich als Katze so will? Wie dazu - genau das Futter serviert zu bekommen -welches ich zu verspeisen gedenke? Bedenkt - pflegen die Lehrer zu sagen - sie sind dumm - diese Menschen. Verstehen nichts. Begreifen nie was. Daher seid unnachgiebig in dem was ihr wollt. Auch - das sei nebenbei bemerkt - so ein Unterrichtsfach - die Willensstärke der Katze dem Menschen gegenüber aufrecht zu erhalten und zu stärken.
Der Umgang mit dem Menschen - der alte Kater auf dem Podium stärkt seine Stimme - muss gelernt sein. Dies ist - ich weise nur kurz darauf hin - für diejenigen unter uns Menschen - die es noch nicht begriffen haben - ein separates Unterrichtsfach auf dieser Schule in Felinaterra. Etwas belächelt - aber gut besucht. Dazu - der alte Kater wendet sich um - schauen wir uns kurz ein Video an.
Der Raum verdunkelt sich - wie bei den Menschenkindern brandet etwas Raunen auf. Spannung liegt in der Luft. Die Wand vor ihnen wird hell. Etwas flackert. Dann das Bild. Der Film zeigt einen Garten. Die Sonne scheint. Es scheint warm zu sein. Mittagszeit - dem Sonnenstand nach zu urteilen. Ein Baum. Genauer eine Platane. Noch nicht so groß wie sie sein könnte - aber doch schon groß genug um die Bezeichnung Baum zu verdienen. Darunter eine Bank. Umrundet den Stamm der Platane. Dahinter als Begrenzung zur Wildwiese Lavendel. Tausende von Schmetterlingen tummeln sich darin. In einem BeeBeeTree tosen Insekten. Bienen - Hummeln - Wespen und was sonst noch Nektar mag. Obwohl die Welt der Menschen - es ist ruhig hier. Als Katze könnte man es dort wohl aushalten. Vögel fliegen durch das Bild. Katzenschnuten im Klassenzimmer geben entsprechende Geräusche von sich. Erregt.
Das ist - die Stimme des Lehrers - ein Garten in der Menschenwelt. Heute - er wendet sich seiner Schülerschaar zu - obwohl sicher seiend - sie sehen ihn nicht - starren auf das Bild der Vögel - der Schmetterlinge - und all dem anderen Getier welches man so töten könnte - ist das Thema - fährt er fort - der Umgang mit dem Menschen - speziell - der Mensch benötigt hin und wieder mal eine Streicheleinheit von uns Katzen - damit er brav an der Stange des Gegängelt werdens läuft.
Im Bild erscheint ein Mensch. Eine Frau. Sommerlich gekleidet. Top - Shorts - barfuß. Ihre Hände dreckig von der Gartenarbeit. Das Gesicht etwas gerötet vor Anstrengung - setzt sie sich in den Schatten der Platane - auf die Rundbank. Genießt - das erkennen die Katzen genau - die Ruhe - die Kühle des Schattens. Neben sich legt sie eine Handvoll - die Katzen stöhnen - nicht fressbare - für sie die Katzen - Erbsenschoten auf die Bank.
Nun - die Stimme des Lehrers erklingt wieder - schaut genau zu. Dieser Mensch benötigt nun - ihr erkennt es ja genau - eine kleine Zuwendung ihres Königs. Wie genau - das könnt ihr nun folgend sehen.
Schweigend schauen sie - die kleinen Katzen. Die Frau hockt weiter auf der Bank. Im Schatten. Die nicht genießbaren Erbsenschoten neben sich. Starrt in die Ferne. Etwas fertig schaut sie aus - dieser Mensch. Dann - eine Katze erscheint - nein - sie keuchen - die kleinen - ein Kater. Gestreift mit weiß sein Fell. Die Pfoten weiß - die Beinchen wild gestreift. Der Blick der gelben Augen gnadenlos. Das Maul schief stehend. Sabber daraus tropfend. Ein Ohr verkrüppelt - das andere zerfetzt. Von ihm - diesem Kater - haben sie schon gehört. In Felinaterra sind er, der Binärkater und die Fehlfarbe so etwas wie Berühmtheiten. Legenden. Selbst ihn nur auf der Leinwand zu sehen - lässt die Kleinen vor Ehrfurcht erzittern.
Dies - der Lehrer ergreift das Wort - ist ein Meister seines Fachs. Ein leises Lächeln schwingt der Stimme bei. Schaut zu und lernt.
Auf seinen krummen gestreiften O-Beinchen läuft der Kater auf den Menschen - es muss - dass wissen die Kleinen nun - seine Frau die sein - zu. Hockt sich neben ihr. Freundlichkeit umgibt ihn. Eine Aura des Geborgen seins für sie - seine Frau die. Hockt er nun da - still - schweigend. Schaut gleich ihr - seiner Frau der - in die Ferne. Dann - sie schauen starr - die Kleinen - streckt der Kater auf der Leinwand die Pfote aus. Ausgefahrene Krallen senken sich ins weiche Fleisch des Arms der Frau der. Sie versteht - das sehen sie - die kleinen. Versteht - dass er - der gestreifte Kater - sie auffordert - ihm zu huldigen - verpackt in der Annahme - sie dürfte ihn kraulen - Zärtlichkeiten austauschen. So sitzen sie da - gemeinsam. Friedlich. Die Sonnen genießend. Eine Menschenhand im Fell des Katers verborgen. Kraulend. Er schnurrt. Das ist zu hören. Im Klassenzimmer. Laut und deutlich. Sie - die Frau die - verliert ihre Angespanntheit. Wird locker. Der Kater legt sich neben sie - den gestreiften Kopf mit den gnadenlosen Augen auf ihre Hand gebettet. Den Schwanz von der Bank hängen lassend. Die Augen geschlossen. Ein Bild der Gelassenheit.
Das Bild erstarrt. Der Umgang mit dem Menschen - die Stimme des Lehrers durchdringt die Stille im Raum - muss gelernt werden. Genau durch solche Aktionen - Zeichen der Zuneigung und der Zusammengehörigkeit - wird der Bund zwischen uns den Herrschenden und ihnen den Dienenden gestärkt. Verfallt nie dem Irrglauben - nur weil wir über ihnen stehen - dass sie - die Menschen alles für uns täten. Wir müssen sie glauben lassen - dass sie über uns stehen - und wir ihnen zugetan sind. Genau dazu - er dreht sich dem Standbild zu - dem Bild der Ruhe - des Friedens - wo Kater und Mensch eine Einheit bilden - sind solche Aktionen bestens geeignet.
Gebt eurem Menschen hin und wieder ein Stück Zucker an Liebesbeweis - und er - euer Mensch - wird - wenn er denn normal ist - alles für euch tun.
Wir verlassen sie nun - diese Schule in Felinaterra. Schauen in die Menschenwelt - dort - wo die Sonne strahlend vom Himmel scheint. Die Blätter der Platane im sanften Wind rascheln. Die Insekten im BeeBeeTree summen und tosen. Dort - wo sie - die Frau die - auf einer Bank hockt - einen gestreiften Kater neben sich. Ja - auch wenn sie es nicht genau weiß - er - der Kater - hat genau aufgepasst - ist ein Meister in seinem Fach - dem Fach - der Umgang mit dem Menschen. Er - der ehemals heimatlose König - nun mit ihr - seiner Magd.
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